Skispringen: Freund triumphiert beim Saisonauftakt

Traumstart für die deutschen Skispringer: Severin Freund hat den ersten Weltcup der Saison in Lillehammer gewonnen. Der 24-Jährige siegte vor Thomas Morgenstein und Anders Bardal. Youngster Andreas Wellinger wurde überraschend Fünfter.

Skispringer Freund (Archivfoto): Weltcupsieg in Lillehammer Zur Großansicht
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Skispringer Freund (Archivfoto): Weltcupsieg in Lillehammer

Hamburg - Severin Freund hat beim Saisonauftakt der Skispringer in Lillehammer den dritten Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Der 24-Jährige (268,5 Punkte) setzte sich im Wettbewerb auf der kleinen Schanze mit Sprüngen auf 99 und 100,5 Meter knapp vor dem Österreicher Thomas Morgenstern (267,2) durch. Dritter wurde Anders Bardal (267) aus Norwegen.

Youngster Andreas Wellinger (266,1) kam bei seiner Weltcup-Premiere auf Rang fünf. Der 17-Jährige sprang 103 und 98,5 Meter weit. Richard Freitag wurde Elfter (251,6), Michael Neumayer (254,8) landete auf Rang 18. Debütant Karl Geiger (234,7) wurde 21. Für Sommer-Grand-Prix-Sieger Andreas Wank war mit Platz 37 überraschend schon nach dem ersten Durchgang Schluss. Auch Danny Queck blieb als 39. ohne Punkte.

"Das war ein Hammer-Einstieg in die Saison. Ich bin richtig glücklich. Es war sehr schön, heute zu springen. Ich bin im Moment sehr entspannt, weil ich komplett schmerzfrei bin. Ich genieße es einfach", sagte Freund. Letzter deutscher Sieger bei einem Saisonstart war Martin Schmitt im Jahr 2000.

Bundestrainer Schuster: "Es war wunderbar"

So recht hatte noch vor einem halben Jahr niemand mit Freund gerechnet. Da musste sich der 24-Jährige einer Bandscheibenoperation unterziehen. Er begann sehr spät mit dem Sommer-Training und kam erst bei den letzten beiden Springen des Sommer-Grand-Prix ins internationale Wettkampfgeschehen zurück. Und wie: Er gewann in Klingenthal und holte sich dort auch den Meistertitel auf der Großschanze. Und das mit neuem Material. "Die Umstellung hat mich nicht behindert", sagte Freund.

"Das ist ein toller Saisonstart. Ich habe es sehr genossen abzuwinken. Es war wunderbar", sagte Bundestrainer Werner Schuster und lobte seinen Schützling Freund. "Für Severin war es schwer, denn die Springer vor ihm hatten Aufwind, er hatte keinen mehr. Da musste man schon eine phantastische Qualität zeigen. Er hat den Sprung super getroffen." Am Sonntag (13.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) steht auf der Großschanze von Lillehammer der zweite Weltcup an.

leh/dpa/sid

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