Schlierenzauer-Aus bei Vierschanzentournee "Sie nehmen mir damit eine Last von den Schultern"

Seit einigen Monaten schon springt Gregor Schlierenzauer der Konkurrenz hinterher. Sein Cheftrainer Heinz Kuttin zieht jetzt die Konsequenz und nimmt Schlierenzauer aus dem Rennen. Der ist nicht unfroh darüber.

Skispringer Gregor Schlierenzauer: Verzweifelt auf der Suche nach seiner Bestform
REUTERS

Skispringer Gregor Schlierenzauer: Verzweifelt auf der Suche nach seiner Bestform


Der Österreicher Gregor Schlierenzauer wird beim abschließenden Springen der 64. Vierschanzentournee in Bischofshofen nicht antreten. "Wir haben uns entschieden, Gregor herauszunehmen, weil es für ihn eine irrsinnige Qual ist, diese Wettkämpfe zu bestreiten", begründete der österreichische Skisprung-Nationaltrainer Heinz Kuttin seine Entscheidung, den 25-Jährigen für den Wettkampf am Mittwoch (17.45 Uhr, im Liveticker bei SPIEGEL ONLINE) kurzfristig nicht zu nominieren.

Der zweimalige Tournee-Sieger Schlierenzauer zeigte sich einsichtig. "Ich habe längst akzeptiert, dass ich hinterherspringe", schrieb er auf seiner Homepage: "Sie nehmen mir damit eine Last von den Schultern, die zuletzt immer größer geworden ist. Ich wollte die Tournee unbedingt durchspringen, aber es passt so ganz und gar nichts zusammen, und mir fallen auch keine Antworten mehr ein."

Anstelle von Schlierenzauer, der sich sowohl in Oberstdorf als auch in Innsbruck nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnte, wird der ebenfalls formschwache Thomas Diethart für das ÖSV-Team starten. Diethart, immerhin Tourneesieger von 2013/2014, hat in dieser Saison noch kein einziges Weltcup-Springen bestritten.

Österreichische Medien spekulieren unterdessen bereits über ein vorzeitiges Saison-Aus Schlierenzauers, mit dem er auch die Skiflug-WM am Kulm (14. bis 17. Januar) verpassen würde. "Wie es weitergeht, wird man sehen", befeuerte der Rekord-Weltcupsieger die Gerüchte.

lst/ dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Freidenker10 04.01.2016
1.
Es wundert bei dieser Sportart wie schnell aus Siegern Verlierer werden. Da dominiert einer die Sportart jahrelang und plötzlich ist er draussen, da scheint es keine Übergänge zu geben?
mundi 04.01.2016
2. Ähnichkeiten
Zitat von Freidenker10Es wundert bei dieser Sportart wie schnell aus Siegern Verlierer werden. Da dominiert einer die Sportart jahrelang und plötzlich ist er draussen, da scheint es keine Übergänge zu geben?
Ähnlich ist es mit dem 2-fachen Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen.
jules12 04.01.2016
3. Was macht eigentlich Thomas Diethart?
Von diesem ist nach seinem Triumph 2013/2014 kaum mehr was zu hören...
jules12 04.01.2016
4.
Oder auch Thomas Diethart. Von diesem ist seit seinem Triumph bei der Vierschanzentournee kaum mehr was zu hören....
derwo 05.01.2016
5.
Große Sportler zeigen sich in der Niederlage. Weiter kämpfen Schlieri!
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