Skispringen: Olympiasieger Hocke beendet Karriere
Aus und vorbei: Skispringer Stephan Hocke hat sich vom Leistungssport verabschiedet. Der Olympiasieger von Salt Lake City nannte die aufwendige Materialschlacht sowie schlechte Trainingsbedingungen als Gründe für sein Karriereende. Ganz vom Skispringen abwenden will er sich aber nicht.
Hamburg - Skisprung-Olympiasieger Stephan Hocke hat überraschend seinen sofortigen Rücktritt vom Leistungssport erklärt. "Ich sehe einfach keine Chance mehr, meine Saisonziele zu verwirklichen", sagte Hocke der "Thüringer Allgemeine". Der 29-Jährige, der 2002 mit dem Team bei den Winterspielen in Salt Lake City Gold geholt hatte, nannte die aufwendige Materialschlacht sowie die schlechten Trainingsbedingungen in Thüringen als Gründe für das vorzeitige Karriereende.
"Es ist gegenwärtig eine Materialschlacht im Gange. Und es bestand keine Chance, einen konkurrenzfähigen Anzug zu bekommen - also haben wir uns geeinigt, dass ich nicht starte", sagte Hocke, der zuletzt auf die Springen beim Continentalcup in Engelberg verzichtet hatte.
"Wir respektieren die Entscheidung von Stephan und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute", sagte Horst Hüttel, Sportlicher Leiter Skisprung/Nordische Kombination im Deutschen Skiverband: "Wir würden uns freuen, wenn Stephan seine Erfahrungen und sein Know-how im Verband weitergeben könnte. Die Tür steht ihm jederzeit offen."
Hocke, der 2001 in Engelberg wenige Wochen nach seinem Debüt seinen einzigen Weltcupsieg feierte, war von Bundestrainer Werner Schuster nicht für die am Samstag startende Vierschanzentournee (16 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) nominiert worden. Vor der Saison hatte Hocke sich noch die WM in Val di Fiemme als Ziel gesetzt. "Ich möchte mich mit guten Leistungen für die WM qualifizieren", hatte er gesagt.
Ganz vom Skispringen abwenden will sich Hocke aber nicht, seinen A-Trainerschein habe er nicht umsonst gemacht. Zunächst soll aber ein Berufsförderdienst bei der Bundeswehr, wo Hocke den Rang eines Oberfeldwebels inne hat, den Übergang zum Studium erleichtern. In seiner Heimat will er später Sport, Biologie und Sozialkunde auf Lehramt studieren.
mib/sid
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| Vierschanzentournee: Sieger seit 2000 | |
| Jahr | Athlet |
| 2013 | Gregor Schlierenzauer (AUT) |
| 2012 | Gregor Schlierenzauer (AUT) |
| 2011 | Thomas Morgenstern (AUT) |
| 2010 | Andreas Kofler (AUT) |
| 2009 | Wolfgang Loitzl (AUT) |
| 2008 | Janne Ahonen (FIN) |
| 2007 | Anders Jacobsen (NOR) |
| 2006 | J. Ahonen (FIN)/Jakub Janda (CZE) |
| 2005 | Janne Ahonen (FIN) |
| 2004 | Sigurd Pettersen (NOR) |
| 2003 | Janne Ahonen (FIN) |
| 2002 | Sven Hannawald (GER) |
| 2001 | Adam Malysz (POL) |
| 2000 | Andreas Widhölzel (AUT) |
| Vierschanzentournee: Rekordsieger | ||
| Athlet | Land | Siege |
| Janne Ahonen | Finnland | 5 (1999, 2003, 2005, 2006, 2008) |
| Jens Weißflog | Deutschland | 4 (1984, 1985, 1991, 1996) |
| Björn Wirkola | Norwegen | 3 (1967, 1968, 1969) |
| Helmut Recknagel | Deutschland | 3 (1958, 1959, 1961) |
| Jochen Danneberg | Deutschland | 2 (1976, 1977) |
| Veikko Kankkonen | Finnland | 2 (1964, 1966) |
| Matti Nykänen | Finnland | 2 (1983, 1988) |
| Andreas Goldberger | Österreich | 2 (1993, 1995) |
| Hubert Neuper | Österreich | 2 (1980, 1981) |
| Ernst Vettori | Österreich | 2 (1986, 1987) |
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