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Weltcup am Kulm: Freund fliegt allen davon

Skispringer Freund: Sieg am Kulm Zur Großansicht
AP/dpa

Skispringer Freund: Sieg am Kulm

Der deutsche Skispringer Severin Freund ist beim Weltcup am Kulm am weitesten geflogen und hat sich den Sieg geholt. Zweiter wurde Tourneesieger Stefan Kraft. Ein anderer Österreicher gab vor dem Wettkampf sein Karriereende bekannt.

Hamburg - Severin Freund hat den Skiflug-Klassiker am Kulm gewonnen und damit den elften Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Der Weltmeister verwies mit Flügen auf 227,5 und 210 Meter den Österreicher Stefan Kraft auf Rang zwei. Der Sieger der Vierschanzentournee kam auf 224 und 197,5 Meter.

Dritter wurde der Slowene Jurij Tepes, der im Finale mit 231 Metern die Tagesbestweite stand. Markus Eisenbichler belegte mit 206 und 177 Metern den neunten Platz. Richard Freitag wurde Elfter, Michael Neumayer Zwölfter.

"Ich komme hier brutal gut zurecht", sagte Freund. Der 26-Jährige hatte bereits am Vortag mit einer Weite von 237,5 Metern einen deutschen Rekord im Skiflug aufgestellt.

Ex-Tourneesieger Loitzl hört auf

Kurz vor dem Weltcup am Kulm hatte der Österreicher Wolfgang Loitzl das Ende seiner Karriere verkündet. Der 34-Jährige begründete seinen Rücktritt mit der fehlenden sportlichen Perspektive: "Die Erfolglosigkeit ist der Hauptgrund. Die letzten Wochen waren für mich sehr schwierig, es ist wenig in die richtige Richtung gegangen. Das war sehr mühsam", sagte der Team-Olympiasieger von 2010.

Zu Loitzls größten Erfolgen gehörten ferner der WM-Titel 2009 und der Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee im gleichen Jahr. In dieser Saison hatte Loitzl nicht zu seiner Form gefunden und war auch nicht für die Vierschanzentournee berücksichtigt worden.

tim/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Hochachtung
allster 10.01.2015
Ich empfinde Hochachtung für alle, die sich auf dieser Schanze dem nicht so windgerechten Wettkampf gestellt haben. Am Ende standen verdient die derzeit besten Flieger ganz vorn. Gratulation und Riesenkompliment an Severin Freund und die anderen vorn platzierten Springer . Chapeau!
2. Und das meint das Glossar:
_unwissender 10.01.2015
"Beim Skispringen gibt es die Normal- und die Großschanze." Dann war das wohl die Großschanze?
3. Brutal gut zurecht
NAL 10.01.2015
Was soll dieser Ausdruck. Sind wir in der Barbarei gelandet,— oder ist Deutsch der gepflegten Konversation auf dem Schrotthaufen der Geschichte gelandet.
4.
cruiser87 10.01.2015
Zitat von _unwissender"Beim Skispringen gibt es die Normal- und die Großschanze." Dann war das wohl die Großschanze?
Nein. Das war eine Flugschanze.
5. Vielen Dank!
michlauslöneberga 10.01.2015
Zitat von _unwissender"Beim Skispringen gibt es die Normal- und die Großschanze." Dann war das wohl die Großschanze?
ein ungemein wichtiger und geistreicher Beitrag. Die Macher von SPON wurden durch Sie auf ihre Unzulänglichkeiten hingewiesen.
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Skisprung-Glossar
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Beim Skispringen gibt es die Normal- und die Großschanze. Von beiden gibt es jeweils Einzelwettbewerbe, bei denen jeder Starter zunächst einen Sprung hat. Die besten 30 des ersten Durchgangs qualifizieren sich für das Finale. Sieger ist der Springer mit der höchsten Gesamtpunktzahl, die sich aus der Weite des Sprungs und den Noten der Kampfrichter für Absprung, Flugphase und Landung ergibt. Die Teamkonkurrenz wird von der Großschanze bestritten, jede Mannschaft hat vier Springer, erneut gibt es zwei Durchgänge. Seit 2011 gibt es auch einen Weltcup für Frauen - allerdings nur im Einzel von der Normalschanze. 2014 in Sotschi war dieser Wettbewerb erstmals olympisch.


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