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Skispringen: Kraft gewinnt in Lahti, Freund feiert Platz zwei

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Skispringer Freund: Platz zwei in Lahti

Severin Freund hat in Lahti seinen sechsten Saisonsieg knapp verpasst, sprang beim Triumph des Österreichers Stefan Kraft aber schon zum elften Mal in diesem Winter auf das Podest. Auch im Gesamtweltcup ist noch alles möglich.

Hamburg - Nächster Podestplatz für Severin Freund: Der Deutsche hat den Sieg beim Skispringen im finnischen Lahti verpasst. Beim Einzelwettkampf von der Großschanze musste sich der 26-Jährige gegen Stefan Kraft aus Österreich klar geschlagen geben. Der Vierschanzentourneesieger behielt mit 284,5 Punkten deutlich die Oberhand, Freund lag insgesamt 11,3 Punkte hinter dem Österreicher auf Rang zwei. Dritter wurde der Norweger Anders Fannemel (268 Punkte).

"Ich bin zufrieden. Meine Sprünge waren nicht perfekt, daher ist der zweite Platz schon ein gutes Ergebnis", sagte Freund. Mit Sprüngen auf 126 und 126,5 Metern und Rang zwei kam er zum elften Mal in diesem Winter auf das Podest, seinen sechsten Sieg hatte der Weltmeister aber verpasst. Nach dem ersten Durchgang lag Freund noch auf Rang drei, doch Fannemel konnte als Führender seinen Vorsprung nicht verteidigen. Auch, weil Kraft mit 133,5 Meter im Finale der weiteste Sprung des Tages gelang.

Die weiteren Deutschen blieben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Als zweitbester der insgesamt sieben DSV-Springer kam Andreas Wellinger (248,7) nicht über Platz 15 hinaus, Richard Freitag (258,4) landete knapp dahinter auf Rang 16. Markus Eisenbichler (237,8) als 19., Michael Neumayer (237,7.) als 20. und Andreas Wank (230,1) als 27. erreichten immerhin noch den zweiten Durchgang. Team-Olympiasieger Marinus Kraus hingegen enttäuschte mit nur 110 Metern im ersten Versuch komplett und schied als 47. aus.

Durch den Einzelwettkampf von Lahti wird auch das Rennen um den Weltcup-Gesamtsieg noch einmal spannend. Denn da der aktuell führende Slowene Peter Prevc (266,2) nur auf Rang vier kam, beträgt sein Vorsprung auf Kraft mit 1315 Punkten nur noch sieben Zähler. Auch Freund (1243) konnte seinen Rückstand auf Prevc verkürzen und darf sich weiterhin Hoffnungen auf den Gewinn des Gesamtweltcups machen.

Im Weltcup geht es bereits am Dienstag im finnischen Kuopio weiter. Binnen 13 Tagen stehen noch sechs Einzel- und ein Teamspringen an.

asi/sid/dpa

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Beim Skispringen gibt es die Normal- und die Großschanze. Von beiden gibt es jeweils Einzelwettbewerbe, bei denen jeder Starter zunächst einen Sprung hat. Die besten 30 des ersten Durchgangs qualifizieren sich für das Finale. Sieger ist der Springer mit der höchsten Gesamtpunktzahl, die sich aus der Weite des Sprungs und den Noten der Kampfrichter für Absprung, Flugphase und Landung ergibt. Die Teamkonkurrenz wird von der Großschanze bestritten, jede Mannschaft hat vier Springer, erneut gibt es zwei Durchgänge. Seit 2011 gibt es auch einen Weltcup für Frauen - allerdings nur im Einzel von der Normalschanze. 2014 in Sotschi war dieser Wettbewerb erstmals olympisch.


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