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Skispringen: Wellinger stürzt schwer, Freund auf dem Podest

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Skispringer Wellinger: Schwerer Sturz in Ruka

Der japanische Skisprung-Altstar Noriaki Kasai und der Schweizer Simon Ammann haben sich den Sieg beim Skisprung-Weltcup in Kuusamo geteilt. Severin Freund überzeugte ebenfalls, Andreas Wellinger stürzte schwer.

Hamburg - Ein Podestplatz, eine guter Rang elf - aber auch ein schwerer Sturz: Der Skisprung-Weltcup im finnischen Kuusamo hatte aus deutscher Sicht Höhen und Tiefen. Der Unfall von Andreas Wellinger überschattete das deutsche Gesamtergebnis.

Der Teamolympiasieger verlor im ersten Durchgang nach einem Absprungfehler die Kontrolle über seine Ski, stürzte aus großer Höhe und rutschte den Hang hinab. Der 19-Jährige konnte zuerst aus eigener Kraft aufstehen, wurde dann aber doch im Sanitätsschlitten aus dem Auslauf gebracht. Dabei war er bei Bewusstsein und winkte den Zuschauern zu.

"Die Jury hat keinen Fehler gemacht. Klar herrschte teilweise extremer Aufwind, aber Andy war bei seinem Sprung zu früh dran. Er steht steil in der Luft und bekommt dadurch zu viel Luft unter den Ski", sagte Bundestrainer Werner Schuster, um dann vorsichtige Entwarnung zu geben. Wellinger hat sich Prellungen am Schlüsselbein, aber keine Knochenbrüche zugezogen. "Wir haben ihn transportfähig gemacht und können ihn mit nach Hause nehmen. Insgesamt muss man sagen, dass er glimpflich davon gekommen ist", sagte Schuster. "Wann er wieder springen kann, ist erst einmal offen."

Den Sieg teilten sich Simon Ammann aus der Schweiz, der bereits am Vortag gewinnen konnte, und Noriaki Kasai mit jeweils 272,2 Punkten. Der Japaner ist mit 42 Jahren der älteste Weltcup-Sieger in der Geschichte des Skisprungs. DSV-Springer Severin Freund landete mit 268,0 Punkten hinter dem Siegerduo auf dem Podest. Markus Eisenbichler wurde Elfter, Marinus Kraus 16. und Richard Freitag 19. Michael Neumayer (23.) und Andreas Wank (26.) sprangen ebenfalls in die Punkte.

tpr/dpa/sid

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Skisprung-Glossar
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Beim Skispringen gibt es die Normal- und die Großschanze. Von beiden gibt es jeweils Einzelwettbewerbe, bei denen jeder Starter zunächst einen Sprung hat. Die besten 30 des ersten Durchgangs qualifizieren sich für das Finale. Sieger ist der Springer mit der höchsten Gesamtpunktzahl, die sich aus der Weite des Sprungs und den Noten der Kampfrichter für Absprung, Flugphase und Landung ergibt. Die Teamkonkurrenz wird von der Großschanze bestritten, jede Mannschaft hat vier Springer, erneut gibt es zwei Durchgänge. Seit 2011 gibt es auch einen Weltcup für Frauen - allerdings nur im Einzel von der Normalschanze. 2014 in Sotschi war dieser Wettbewerb erstmals olympisch.

Vierschanzentournee: Rekordsieger
Athlet Land Siege
Janne Ahonen Finnland 5 (1999, 2003, 2005, 2006, 2008)
Jens Weißflog Deutschland 4 (1984, 1985, 1991, 1996)
Björn Wirkola Norwegen 3 (1967, 1968, 1969)
Helmut Recknagel Deutschland 3 (1958, 1959, 1961)
Jochen Danneberg Deutschland 2 (1976, 1977)
Veikko Kankkonen Finnland 2 (1964, 1966)
Matti Nykänen Finnland 2 (1983, 1988)
Andreas Goldberger Österreich 2 (1993, 1995)
Hubert Neuper Österreich 2 (1980, 1981)
Ernst Vettori Österreich 2 (1986, 1987)
Gregor Schlierenzauer Österreich 2 (2012, 2013)

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