Sieg in Kitzbühel Kristoffersen kann Hirscher doch noch schlagen

Zum ersten Mal seit einem Jahr hat Hendrik Kristoffersen einen Weltcup gewonnen. Der Norweger gewann im Schneetreiben von Kitzbühel im Slalom vor Marcel Hirscher. Die deutschen Athleten enttäuschten.

Henrik Kristoffersen
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Henrik Kristoffersen


Henrik Kristoffersen hat die Siegesserie von Marcel Hirscher durchbrochen und zum zweiten Mal den Weltcup-Slalom im österreichischen Kitzbühel gewonnen. Der Norweger setzte sich im dichten Schneetreiben am legendären Ganslernhang bei seinem insgesamt 16. Weltcupsieg vor Hirscher (Österreich/+ 0,97 Sekunden) und dem Schweizer Daniel Yule (+1,35) durch.

Für Kristoffersen, der bereits 2016 in "Kitz" gewonnen hatte, war es der erste Weltcupsieg seit Schladming im Januar 2017. "Ich liebe Österreich, ich liebe Kitzbühel", rief Kristoffersen nach seinem Erfolg. Hirscher, Kitzbühel-Sieger 2013 und 2017, hatte die letzten fünf Slaloms im Weltcup allesamt für sich entschieden. Bei schwierigen Bedingungen riss die Serie des Österreichers nun vor allem wegen eines misslungenen ersten Laufs.

Henrik Kristoffersen bei seinem zweiten Lauf
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Henrik Kristoffersen bei seinem zweiten Lauf

Hirscher verfehlte damit zunächst seinen 54. Weltcupsieg und den Gleichstand mit dem in der ewigen Bestenliste auf Rang zwei platzierten Hermann Maier (Österreich). Die vergangenen anstrengenden Wochen hätten Spuren hinterlassen, sagte der Gesamtweltcuspieger, "ich kann es nicht weglügen". Der erste Lauf missriet auch, weil er wohl den falschen Ski wählte, Hirscher betonte aber: "Henrik war eine einsame Klasse für sich."

Bester Deutscher auf Platz 18

Fritz Dopfer verbesserte sich im Finale von Platz 26 auf Rang 18 und holte als einziger Deutscher Weltcup-Punkte. "Der erste Lauf war von oben bis unten ein ziemlicher Murks, der zweite schon ein bisschen besser", sagte er. Dopfer hatte sich trotz eines im November 2016 erlittenen Beinbruchs früh für Olympia qualifiziert, der Weg zurück in die Weltspitze ist aber mühsam.

"Am schönsten war, als die Eins vor meinem Namen aufgeleuchtet hat, das sind Gefühle, die total motivieren", sagte er weiter. Bevor die Top-Favoriten ihren zweiten Lauf absolviert hatten, hatte Dopfer zwischenzeitlich kurz in Führung gelegen. David Ketterer, 24. nach dem ersten Lauf, schied im Finale aus. Linus Straßer war bereits im ersten Durchgang nach wenigen Sekunden gescheitert.

aev/sid



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