Springen in Bischofshofen Schlierenzauer gewinnt Vierschanzentournee

Gregor Schlierenzauer ist der große Triumph gelungen. Der Österreicher sicherte sich als Dritter in Bischofshofen den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee. Das Abschlussspringen wurde wegen starkem Schneefall abgebrochen.

Skisprung-Star Schlierenzauer: Tourneesieg mit 21 Jahren
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Skisprung-Star Schlierenzauer: Tourneesieg mit 21 Jahren


Hamburg - Gregor Schlierenzauer hat einen Tag vor seinem 22. Geburtstag schon fast alles erreicht. Nach Olympiasieg, Weltmeistertitel und Gesamtweltcup triumphierte der Österreicher nun auch bei der 60. Vierschanzentournee. Beim letzten der insgesamt vier Springen reichte Schlierenzauer am Freitag in Bischofshofen der dritte Platz aus dem ersten Durchgang. Der zweite Durchgang wurde wegen starker Schneefälle abgebrochen. Für Österreich war es der vierte Tourneesieg in Serie.

"Ich habe solange dafür gekämpft. Jetzt ist mein Traum in Erfüllung gegangen. Es ist unbeschreiblich. Ich werde diesen Erfolg genießen", sagte Schlierenzauer: "Jetzt feiern wir groß in den Geburtstag rein."

Das letzte Springen gewann Schlierenzauers Landsmann Thomas Morgenstern (138,7 Punkte) vor Anders Bardal aus Norwegen (136,5) und Schlierenzauer (128,4). Bester Deutscher Springer war Richard Freitag als Zehnter. Maximilian Mechler wurde 14. In der Gesamtwertung feierten die Österreicher einen Dreifacherfolg. Hinter Schlierenzauer (933,8) belegten Morgenstern (908,0) und Andreas Kofler (796,9) die Plätze zwei und drei. Severin Freund schloss die Tournee als Siebter und damit bester DSV-Athlet ab.

Schon die Qualifikation war zunächst wegen starkem Schneefall abgebrochen worden, im ersten Durchgang gingen somit 62 Springer an den Start. Schlierenzauer gelang zwar kein optimaler Sprung, da aber sein ärgster Konkurrent und Innsbruck-Sieger Kofler patzte und nur 27. wurde, war Schlierenzauer der Tourneesieg nur noch theoretisch zu nehmen. "Ich habe viel riskiert und verloren", sagte Kofler.

Die ersten beiden Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen hatte Schlierenzauer gewonnen. "Ich will einmal der beste Skispringer der Welt werden", sagte er einmal. Jetzt fehlt nur noch ein großer Titel: der Olympiasieg im Einzel.

Eine Schrecksekunde gab es beim Sturz von Lukas Hlava. Der Tscheche hatte im ersten Durchgang nach der Landung die Kontrolle über seinen linken Ski verloren und war kopfüber auf den Hang gestürzt. Er erlitt einen offenen Nasenbeinbruch. Es war die zweite schwere Verletzung bei der Tournee nach dem Norweger Tom Hilde, der sich bei seinem Sturz in Oberstdorf einen Wirbelbruch zugezogen hatte. Nach erneut heftigem Schneefall wurde das Springen im zweiten Durchgang zunächst unterbrochen und später abgebrochen.

max/sid/dpa



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