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Autounfall: Strafverfolger ermitteln gegen Ski-Star Neureuther

Felix Neureuther: Viel Talent, viel Druck Fotos
DPA

Nach dem Unfallschock droht Felix Neureuther nun auch juristischer Ärger: Die Staatsanwaltschaft München II hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Skirennfahrer eingeleitet. Der 29-Jährige war auf der Autobahn 95 in eine Leitplanke gefahren.

Hamburg - Nach dem Verkehrsunfall des Skirennfahrers Felix Neureuther auf der Fahrt zum Flughafen hat die Staatsanwaltschaft München II ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Unfallflucht eingeleitet. Eine entsprechende Meldung der Nachrichtenagentur dpa bestätigte ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd SPIEGEL ONLINE.

"Wir haben eine Beschädigung an einer Leitplanke festgestellt", sagte der Sprecher SPIEGEL ONLINE: "Es besteht der Verdacht, dass der Unfall nicht unverzüglich gemeldet wurde, wie es das Gesetz vorschreibt." Laut Münchner Tageszeitung "tz" hatte Neureuthers Beifahrerin Miriam Gössner bei der Polizei in Garmisch-Partenkirchen angerufen.

Neureuther war laut seines Vaters Christian auf dem Weg zum Münchner Flughafen auf der Autobahn 95 bei der Ausfahrt Starnberg ins Schleudern geraten. "Da war Blitzeis, dann ist er in die Leitplanken. Er hat aber selber weiterfahren können", sagte Christian Neureuther.

"Die Polizei wünscht Herrn Neureuther alles Gute in Sotschi"

"Uns ist Gott sei Dank nichts Schlimmes passiert", sagte Neureuthers Freundin Miriam Gössner der "tz". Die Biathletin hatte verletzt auf die Olympia-Teilnahme verzichten müssen. "Das Glatteis kam aus dem Nichts", sagte sie: "Das war nicht vorherzusehen. Zum Glück war es noch so früh und keine weiteren Autos waren unterwegs."

Neureuthers Vater Christian hatte betont, dass er es für verständlich halte, dass sein Sohn auf dem Weg zum Olympia-Flieger nicht auf die Polizei habe warten können. Kein anderes Fahrzeug sei in den Unfall verwickelt und auch die Polizei informiert gewesen. "Es geht hier nicht um Fahrerflucht, wichtig ist doch nur, dass er gesund ist und kein anderer beteiligt war."

Dass Neureuther nach dem Unfall weiterfuhr, wird ihm von den Behörden auch nicht zur Last gelegt. "Es gibt zwar eine gesetzliche Wartepflicht. Diese tendiert aber gegen Null, wenn nur eine Leitplanke beschädigt wurde", sagte der Polizeisprecher, der betonte, dass alles Behördliche auch nach den Winterspielen in Sotschi geklärt werden könne: "Die Polizei wünscht Herrn Neureuther alles Gute in Sotschi."

Neureuther ließ sich nach seinem Unfall von Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt untersuchen. Laut erster Diagnose erlitt er ein Schleudertrauma. Nach Aussage des deutschen Herren-Cheftrainers Karlheinz Waibel wird Neureuther daher nicht mehr am Freitag nach Sotschi reisen. "Der Flug wäre in diesen Minuten gegangen. Wir haben umgebucht", sagte Waibel: "Wir können froh sein, dass wir drüber diskutieren, ob er einen Tag später kommt."

bka/dpa

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insgesamt 115 Beiträge
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1. Sonst noch Probleme?
MünchenerKommentar 14.02.2014
Haben die sonst keine Probleme?
2.
sample-d 14.02.2014
Zitat von sysopDPANach dem Unfallschock droht Felix Neureuther nun auch juristischer Ärger: Die Staatsanwaltschaft München II hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Unfallflucht gegen den Skirennfahrer eingeleitet. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-neureuther-wegen-unfallflucht-a-953491.html
Naja... wie aus anderen Quellen verlautet, hat die mit im Auto sitzende Miriam Gössner den Unfall gemeldet. Die Einleitung des Ermittlungsverfahrens ist wohl Formsache, aber dass man nicht wegen eines Schadens an einer Leitplanke den Olympiaflieger verpassen will wenn eine ganze Nation auf einen schaut kann ich nur zu gut nachvollziehen...
3. Immer wieder der Staatsanwalt
megamekerer 14.02.2014
Haben Staatsanwälte nichts bessere zu tun? Einen Fahrerunfallflucht ist eigentlich die Sache der Polizei, erst muss festgestellt werden was geschehen ist, Informationen sammeln, Augenzeugen befragen und dann sollte der Beschuldigte oder dessen Rechtsanwalt sich zur Sache eräußern. Also es scheint hier dass die Staatsanwälte in diesem Land sehr eifrig hinter die Leute sind, dann sollten diese Staatsanwälte jetzt aufpassen, den es gibt unzählige Straftaten von Rechtsradikalen in diesem Land die nicht oder ungenügend verfolgt werden, dann bitte kümmert sich erst um diese Straftaten bevor wir in die Zeiten der Nationalsozialismus zurück geworfen werden.
4. -
deviance 14.02.2014
Zitat von sysopDPANach dem Unfallschock droht Felix Neureuther nun auch juristischer Ärger: Die Staatsanwaltschaft München II hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Unfallflucht gegen den Skirennfahrer eingeleitet. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-neureuther-wegen-unfallflucht-a-953491.html
Wow, in Indonesien sind 200,000 Menschen auf der Flucht vor einem Vulkan und das ist die Eilmeldung? SPON, ich verneige mich vor Dir!
5. Unfallflucht ...
dasistnurmeinemeinung 14.02.2014
... nach Sotchi? Tolle Staatsanwälte :-)
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Ski alpin - Disziplinen
Abfahrt
In der Abfahrt werden die längsten Strecken gefahren - noch dazu mit den höchsten Geschwindigkeiten. Jeder Athlet geht einmal auf die Piste, der schnellste gewinnt.
Super-G
Neben der Abfahrt der zweite Speed-Wettbewerb. Der Name steht für Super Giant Slalom, also Super-Riesenslalom. Der Kurs ist im Vergleich zur Abfahrt deutlich enger gesteckt und somit technisch anspruchsvoller, außerdem sind die Strecken kürzer. Auch im Super-G wird nur ein Lauf absolviert.
Riesenslalom
Im Riesenslalom sind die Tore noch einmal enger gesteckt als im Super-G, aber nicht so eng wie im Slalom. Bei den Rennen der Männer gibt es zwischen 56 und 70 Toren, bei den Frauen sind es 46 bis 58. Die Gesamtzeit aus zwei Durchgängen zählt.
Slalom
Die technisch anspruchsvollste Disziplin, weil der Kurs extrem eng gesteckt ist. Es gibt zwei Durchgänge mit zwei unterschiedlichen Kursen. Derjenige mit der schnellsten Gesamtzeit gewinnt.
Super-Kombination
Die Superkombination verbindet die beiden Extreme Geschwindigkeit und Technik. Die Athleten müssen zunächst eine verkürzte Abfahrt oder einen Super-G absolvieren und danach einen Slalom-Durchgang bewältigen. Die Zeiten werden addiert.

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Jahr Ort Gold
2014 Sotschi Ted Ligety (USA)
2010 Vancouver Carlo Janka (SUI)
2006 Turin Benjamin Raich (AUT)
2002 Salt Lake City Stephan Eberharter (AUT)
1998 Nagano Hermann Maier (AUT)
1994 Lillehammer Markus Wasmeier (GER)
1992 Albertville Alberto Tomba (ITA)
1988 Calgary Alberto Tomba (ITA)
1984 Sarajevo Max Julen (SUI)
1980 Lake Placid Ingemar Stenmark (SWE)
1976 Innsbruck Heini Hemmi (SUI)
1972 Sapporo Gustav Thöni (ITA)
1968 Grenoble Jean-Claude Killy (FRA)
1964 Innsbruck François Bonlieu (FRA)
1960 Squaw Valley Roger Staub (SUI)
1956 Cortina Toni Sailer (AUT)
1952 Oslo Stein Eriksen (NOR)

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