Alpine Ski-WM in Åre Schwerer Sturz - Saison-Aus für Luitz

Stefan Luitz wollte um die WM-Medaillen mitfahren. Im Riesenslalom stürzte er und erlitt einen Innenbandeinriss. Die Saison ist damit beendet, für den DSV-Fahrer hätte es jedoch noch schlimmer kommen können.

Stefan Luitz
VALDRIN XHEMAJ/EPA-EFE/REX

Stefan Luitz


Die Medaillenträume des deutschen Skifahrers Stefan Luitz haben bei der Weltmeisterschaft in Åre ein jähes Ende genommen, der 26-Jährigen erlitt die nächste schwerere Verletzung und fällt damit voraussichtlich vier bis sechs Wochen aus. Für den DSV-Fahrer ist das gleichbedeutend mit dem Saison-Aus.

Luitz fädelte im ersten Durchgang des Riesenslaloms nach der dritten Zwischenzeit mit dem linken Ski ein, stürzte und schied aus. Er schleuderte durch die Luft und knallte mit dem Kopf auf die Piste. Luitz fing sich und fuhr danach ein paar Meter weiter, ehe er sich hinsetzte und offenbar Schmerzen hatte. Er wurde noch an der Piste bandagiert.

Luitz war mit der Startnummer elf ins Rennen gegangen, zu diesem Zeitpunkt waren die Läufer bei Sonnenschein und Temperaturen über dem Gefrierpunkt aufgrund der Pistenverhältnisse bereits ohne Chancen auf einen der vorderen Plätze.

"Er hat ein bisschen Schmerzen, und man will einfach sehen, was genau passiert ist. Man kann noch nichts sagen, aber man will es natürlich abklären lassen", sagte der Pressesprecher des Deutschen Skiverbands (DSV), Ralph Eder, dem ZDF nach dem Rennen. Schon auf TV-Bildern war zu sehen, wie Luitz' linkes Knie unnatürlich stark verdreht wurde.

Der Innenbandeinriss ist für den Fahrer eine folgenschwere, aber vergleichsweise harmlose Diagnose, denn in dem Gelenk hatte er sich im Dezember 2017 einen Kreuzbandriss zugezogen. Es war bereits sein zweiter nach einem Trainingsunfall Anfang 2013.

Stefan Luitz wurde noch an der Strecke bandagiert
REUTERS

Stefan Luitz wurde noch an der Strecke bandagiert

Im ersten Rennen nach der jüngsten Verletzungspause hatte Luitz den Riesenslalom von Beaver Creek gewonnen und sich so in den Kreis der WM-Mitfavoriten gefahren. Weil er zwischen den Läufen Sauerstoff zu sich genommen hatte, wurde Luitz der Sieg vom Ski-Weltverband Fis aberkannt. Gegen diese Entscheidung geht er beim Internationalen Sportgerichtshof (Cas) vor.

Als Führender in das Finale (17.45 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) geht Kombinationsweltmeister Alexis Pinturault aus Frankreich. Auf Rang zwei folgt Titelverteidiger und Olympiasieger Marcel Hirscher aus Österreich (+0,10 Sekunden), Dritter ist Henrik Kristoffersen aus Norwegen (+0,18). Der zweite deutsche Starter Alexander Schmid überraschte mit der hohen Startnummer 23, er fuhr auf Platz sieben und hat einen Rückstand von 0,92 Sekunden auf Pinturault.

krä/dpa/sid

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