Tour de Ski Cologna gewinnt, Teichmann läuft in die Top Ten

Axel Teichmann hat bei der Tour de Ski in Oberhof eine starke Leistung gezeigt. Dagegen gab Tobias Angerer beim Sieg des Schweizers Dario Cologna entkräftet auf. Die deutschen Frauen waren beim Erfolg der Polin Justyna Kowalczyk chancenlos.

Sieger Cologna (l.): Gesamtführung übernommen
dpa

Sieger Cologna (l.): Gesamtführung übernommen


Hamburg - Axel Teichmann ist auf der zweiten Etappe der Tour de Ski in Oberhof in die Top Ten gelaufen. Er kämpfte sich beim Tagessieg des Schweizers Dario Cologna auf den zehnten Platz vor. Auch in der Gesamtwertung der Tour ist Teichmann damit Zehnter. Cologna benötige im klassischen Stil für die Distanz 40:28,6 Minuten und übernahm die Gesamtführung. Zweiter ist Devon Kershaw aus Kanada vor dem Russen Alexander Legkow. Jens Filbrich schob sich auf Rang 17 vor.

Ausgestiegen ist dagegen der Olympiazweite Tobias Angerer. Der DSV-Athlet gab nach der Hälfte der Strecke entkräftet auf. "Das war seine eigene Entscheidung. Er hat gesehen, dass er nicht mit der Spitzengruppe mithalten kann und die Konsequenzen gezogen", sagte Bundestrainer Jochen Behle. Angerer hatte die Tour bei der Premiere 2007 gewonnen.

Deutsche Läuferinnen chancenlos

Für die deutschen Langläuferinnen lief es in Oberhof nicht gut. Über zehn Kilometer in der klassischen Technik liefen die DSV-Athletinnen der internationalen Spitze nur hinterher. Bei dem Rennen war Katrin Zeller als 30. beste DSV-Läuferin. Mit ihrem Sieg untermauerte die Polin Justyna Kowalczyk ihre Führung in der Gesamtwertung. Sie benötigte 27:08 Minuten. Zweite mit 27,5 Sekunden Rückstand wurde die Finnin Krista Lahteenmaki. Auf Platz drei liegt Marianna Longo aus Italien. Zeller kam mit einem Rückstand von 1:52 Minuten auf die Siegerin ins Ziel. Steffi Böhler, als 13. ins Rennen gegangen, belegte Platz 31., während die Prolog-Siebte Denise Herrmann nur auf Rang 38 kam.

"Ich bin schon etwas enttäuscht. Vor allem die Abstände sind gravierend. Da hatte ich gedacht, wir wären näher dran", sagte Behle. Zeller war trotz des 30. Platzes nicht traurig. "Ich brauche immer ein paar Rennen, um in Schwung zu kommen", sagte sie.

Vier Läufer für fünf Tage gesperrt

Neben den sportlichen Ereignissen war in Oberhof der Ausschluss des russischen Vizeweltmeisters Maxim Wylegschanin und drei weiterer Skilangläufer Thema. Fis-Renndirektor Jürg Capol bestätigte, dass bei allen vier Sportlern zu hohe Blutwerte der Grund für eine fünftägige Schutzsperre waren. Wylegschanin, WM-Zweiter über 50 Kilometer und im Gesamtweltcup aktuell auf Platz vier, war vor dem Prolog in Oberhof der Start wegen zu hoher Hämoglobinwerte verweigert worden - ebenso wie dem Slowaken Martin Bajcicak und den Esten Kein Einaste und Algo Karp. Das Protein Hämoglobin ist für den Sauerstofftransport im Blut zuständig. Zu hohe Werte können auf Höhentraining, aber auch auf Doping schließen lassen.

ulz/sid/dpa



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