US-Star Vonn verabschiedet sich von der Ski-WM

Lindsey Vonn hat genug von der Ski-WM: Die US-Amerikanerin verzichtet auf einen Start in den verbleibenden drei Wettbewerben. Stattdessen will sie sich erst einmal freinehmen - und sich auf den Kampf mit Maria Riesch um den Gesamtweltcup vorbereiten.

Skifahrerin Vonn: Entscheidung "schwer gefallen"
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Skifahrerin Vonn: Entscheidung "schwer gefallen"


Hamburg - Die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen verliert einen großen Star: Lindsey Vonn wird bei der Veranstaltung keine weiteren Rennen bestreiten. Einen Tag nach dem Gewinn der Silbermedaille in der Abfahrt sagte Vonn ihre Teilnahme an den verbleibenden drei WM-Wettbewerben ab. "Ich habe mich entschieden, die nächsten zwei Wochen von Wettbewerben freizunehmen, um wieder zurück zu 100 Prozent zu kommen", sagte sie am Montag laut einer Mitteilung des US-Teams. Die Entscheidung, die zweite Woche der WM auszulassen, sei ihr "wirklich schwer" gefallen.

Nach ihrem Rückzug wird Vonn beim Team-Event und den Einzelentscheidungen im Riesenslalom und Slalom fehlen. Sie hatte sich eine Woche vor der WM bei einem Trainingssturz eine Gehirnerschütterung zugezogen. Bei den Titelkämpfen hatte sie mit den Folgen des Unfalls zu kämpfen. Vonn entschied sich für den Verzicht auf weitere WM-Rennen, nachdem sie sich mit dem US-Teamarzt besprochen hatte.

Die Amerikanerin ist erste Verfolgerin von Maria Riesch im Kampf um den Gesamtweltcup. Ende des Monats will Vonn bei den Weltcup-Rennen im schwedischen Are wieder an den Start gehen. Im Weltcup liegt sie derzeit 156 Punkte hinter Riesch.

Am Sonntag hatte Titelverteidigerin Vonn in der Abfahrt hinter der neuen Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl aus Österreich Rang zwei belegt. Im Super-G war sie Siebte geworden.

Mit ihrem Resultat bei den Weltmeisterschaften, wo sie in der Super-Kombination nicht mehr im Slalom startete, ist sie "absolut begeistert". "Es war eine harte Woche, und ich bin wirklich glücklich, die Speedevents hier in Garmisch mit einem Höhepunkt zu beenden", schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite.

Die Kritik an ihrer Slalom-Absage und ihrer in dicker Jacke angetretenen Trainingsfahrt hatte sie bei der Sieger-Pressekonferenz am Sonntag mit deutlichen Worten zurückgewiesen: "Ich habe gekämpft, dass ich hier starten kann. Das ist kein Drama, keine Show. Es war eine schwere Verletzung."

ulz/sid/dpa/AP



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Medien-Kritiker, 15.02.2011
1. Entschuldigung ist fällig!
Jetzt wäre eigentlich eine ganz dicke Entschuldigung seitens des Alpin-Direktors des DSV, Wolfgang Maier fällig. Er selbst lässt keine Gelegenheit aus öfentlich über das Verletzungspech der DSV-Athletinnen zu jammern und hat der während der gesamten WM sichtbar von den Folgen einer Gehirnerschütterung gehandicapten Vonn mehr oder weniger offen Schauspielerei vorgeworfen.So nach dem Motto: Wenn jemand Verletzungssorgen hat dann wir und sonst Niemand.Ganz armselig, Herr Maier!
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