Vierschanzen-Tournee Deutsche gut, Ahonen besser

Für Janne Ahonen hat das neue Jahr so begonnen wie das vergangene endete: Der Finne gewann nach Oberstdorf auch das Neujahrsspringen der 53. Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen. Für Jubel im deutschen Team sorgte Georg Späth.


Seriensieger Ahonen: Jagd nach dem Rekord
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Seriensieger Ahonen: Jagd nach dem Rekord

Garmisch-Partenkirchen - Ahonen siegte mit Weiten von 124 und 128 Metern (260,1 Punkte) vor dem Österreicher Thomas Morgenstern (254,1) und Georg Späth, der für Sprünge auf 120,5 und 118,5 247,2 Zähler bekam. "Ich bin überglücklich. Die Schanze liegt mir einfach", sagte Späth, der bereits im Vorjahr in Partenkirchen Dritter war, "das war die richtige Antwort nach der Schlappe von Oberstdorf. Dort hatten die Deutschen mit dem schlechtesten Gesamtergebnis seit 19 Jahren ein Debakel erlebt.

Ahonen baute mit seinem neunten Sieg im zehnten Springen seine Führung in der Weltcup-Gesamtwertung weiter aus. Näher kam Ahonen auch seinem Ziel, als zweiter Springer überhaupt alle vier Wettbewerbe der Tournee zu gewinnen. Als bisher einzigem war das Kunststück Sven Hannawald in der Saison 2001/2002 gelungen.

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Fünfter und zweitbester Deutscher wurde mit 236,6 Punkten Michael Uhrmann. Sein Start beim dritten Springen in Innsbruck am Montag ist wegen eines Magen-Darm-Infektes jedoch ungewiss. Der Team-Olympiasieger, der auf Platz sechs bester Deutscher in der Tournee-Gesamtwertung ist, musste sich am Rande des Neujahrspringens mehrfach übergeben. Uhrmann soll nun mit Medikamenten und Infusionen fit für das Springen in Österreich gemacht werden.

Martin Schmitt aus Furtwangen hatte sich erstmals in dieser Saison für ein Finale der besten 30 qualifiziert und belegte den 27. Platz vor dem Oberhofer Jörg Ritzerfeld. Besser waren noch deren deutsche Teamkollegen Alexander Herr (Rohrhardsberg) und Michael Neumayer (Berchtesgaden) auf den Plätzen 22 und 23.

In der Tournee-Gesamtwertung führt Ahonen, der als Tagessieger 20.000 Euro kassierte, bei Halbzeit mit 528,5 Punkten deutlich vor Morgenstern (492,6). Uhrmann (479,3) ist als bester Deutscher Sechster.



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