Vierschanzentournee 2017/18 Zeitplan, Schanzen, Ergebnisse

In Deutschland und Österreich wird vom 29. Dezember bis 6. Januar die Vierschanzentournee ausgetragen. Den Zeitplan, Ergebnisse und weitere Informationen rund um das Skisprung-Event finden Sie hier.

Skispringer Peter Prevc während der Vierschanzentournee 2016/17 in Bischofshofen (Archiv)
imago/ Eibner Europa

Skispringer Peter Prevc während der Vierschanzentournee 2016/17 in Bischofshofen (Archiv)


Kann Richard Freitag als erster Deutscher seit 16 Jahren die Vierschanzentournee gewinnen? Der 26-Jährige reist als Weltcup-Führender zur 66. Auflage der Tournee, die traditionell vom 29. Dezember bis zum 6. Januar in Deutschland und Österreich ausgetragen wird.

Wer Titelverteidiger Kamil Stoch aus Polen bei der Vierschanzentournee 2017/18 beerben wird, wird nach dem letzten Springen am 6. Januar 2018 in Bischofshofen feststehen. Letzter deutscher Sieger war Sven Hannawald, der 2001/02 einen Rekord aufstellte: Als einziger Springer in der Geschichte der Vierschanzentournee gewann er alle vier Wettbewerbe.

Severin Freund wird leider nicht dabei sein. Der Tournee-Zweite von 2015/16 hat sich im Sommer bei einem Trainingssprung erneut einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen und fiel damit nicht nur in der bisherigen Saison aus, sondern wird neben der Vierschanzentournee auch die Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang verpassen.

Gesamtwertung (nach drei von vier Springen):
1. Kamil Stoch (Polen) - 833,2 Punkte
2. Andreas Wellinger (Deutschland) - 768,7 Punkte
3. Junshiro Kobayashi (Japan) - 765,7 Punkte
4. Dawid Kubacki (Polen) - 749,7 Punkte
5. Daniel-Andre Tande (Norwegen) - 749,7 Punkte
6. Markus Eisenbichler (Deutschland) - 749,3 Punkte
7. Anders Fannemel (Norwegen) - 748,9 Punkte
8. Jernej Damjan (Slowenien) - 744,2 Punkte
9. Robert Johansson (Slowenien) - 741,2 Punkte
10. Karl Geiger (Deutschland) - 739,9 Punkte

Ergebnisse der Einzelspringen:

Auftaktspringen in Oberstdorf, Große Schattenbergschanze (hier geht's zur Meldung)
1. Kamil Stoch (Polen) - 279,7 Punkte
2. Richard Freitag (Deutschland) - 275,5 Punkte
3. Dawid Kubacki (Polen) - 270,1 Punkte
4. Stefan Kraft (Österreich) - 262,8 Punkte
5. Stefan Hula (Polen) - 259,2 Punkte
6. Junshiro Kobayashi (Japan) - 257,1 Punkte
7. Johann Andre Forfang (Norwegen) - 255,3 Punkte
7. Anders Fannemel (Norwegen) - 255,3 Punkte
9. Markus Eisenbichler (Deutschland) - 255,1 Punkte
10. Andreas Wellinger (Deutschland) - 254,0 Punkte

Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, Große Olympiaschanze (hier geht's zur Meldung)
1. Kamil Stoch (Polen) - 283,4 Punkte
2. Richard Freitag (Deutschland) - 275,8 Punkte
3. Anders Fannemel (Norwegen) - 270,2 Punkte
4. Junshiro Kobayashi (Japan) - 269,2 Punkte
5. Tilen Bartol (Slowenien) - 268,9 Punkte
6. Andreas Stjernen (Norwegen) - 268,7 Punkte
7. Karl Geiger (Deutschland) - 268,4 Punkte
8. Peter Prevc (Slowenien) - 266,9 Punkte
9. Johann Andre Forfang (Norwegen) - 263,4 Punkte
10. Stephan Leye (Deutschland) - 263,3 Punkte

Bergiselspringen in Innsbruck, Bergiselschanze (hier geht's zur Meldung)
1. Kamil Stoch (Polen) - 270,1 Punkte
2. Daniel-Andre Tande (Norwegen) - 255,6 Punkte
3. Andreas Wellinger (Deutschland) - 253,5 Punkte
4. Andreas Stjernen (Norwegen) - 241,1 Punkte
5. Jernej Damjan (Slowenien) - 239,9 Punkte
6. Junshiro Kobayashi (Japan) - 239,4 Punkte
7. Robert Johansson (Norwegen) - 237,3 Punkte
8. Markus Eisenbichler (Deutschland) - 236,1 Punkte
9. Stephan Leye (Deutschland) - 235,1 Punkte
10. Michael Hayböck (Österreich) - 234,7 Punkte

Das Finale:

Dreikönigsspringen in Bischofshofen, Paul-Außerleitner-Schanze
Qualifikation: 05.01. (ab 16.45 Uhr, ARD)
Wettkampf: 06.01. (ab 16.50 Uhr, ARD)

Modus und Regeln

Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt die Vierschanzentournee. Dabei ist es unerheblich, ob oder wie viele Springen der Sportler während der Tournee gewonnen hat. Es zählen einzig und allein die Gesamtpunktzahl nach den vier Springen.

Die Punktzahl setzt sich aus der erzielten Weite und den Haltungspunkten zusammen. In die Wertung fließt ebenfalls ein, aus welchem Gate gesprungen wurde, falls der Anlauf während des Wettkampfs verlängert oder verkürzt werden musste. Darüber hinaus können den Springern je nach Windverhältnissen Punkte abgezogen oder gutgeschrieben werden (Rückenwind bringt Extrapunkte, weil er den Springer nach unten drückt; für Aufwind bekommt der Springer einen Abzug, weil er den Sportler länger in der Luft hält). Windfaktor und Gate spielen erst seit der Vierschanzentournee 2010/11 eine Rolle bei der Punktevergabe. Sie wurden eingeführt, um die äußeren Einflüsse bestmöglich zu kompensieren und einen objektiveren Wettbewerb zu ermöglichen.

Anders als bei anderen Skisprung-Wettbewerben wird die Vierschanzentournee im K.o.-System ausgetragen. Normalerweise treten die ersten 30 Springer des erste Durchgangs im zweiten Durchgang gegeneinander an. Bei der Vierschanzentournee können sich 50 Springer für den ersten Durchgang qualifizieren, die dann in 25 Zweiergruppen gegeneinander antreten. Der Springer mit der höheren Punktzahl gewinnt das Duell und zieht direkt in den zweiten Durchgang ein. Über die "Lucky Loser"-Regel können darüber hinaus die fünf Verlierer mit den meisten Punkten im Wettbewerb bleiben. Im zweiten Durchgang wird normal gesprungen.

Bei der Vierschanzentournee spielt die Qualifikation eine große Rolle. Denn sie entscheidet nicht nur über die Teilnahme an den eigentlichen Springen, sondern auch darüber, gegen wen der Springer im Duell antreten wird und gewinnen muss, um weiter im Wettbewerb zu bleiben. Der erste in der Qualifikation springt gegen den 50., der zweite gegen den an Stelle 49. Platzierten und so weiter. Neu ab diesem Jahr: Die Springer, die in der Weltcup-Gesamtwertung auf den ersten zehn Plätzen liegen, sind nicht mehr wie bisher automatisch für den Wettbewerb gesetzt. Auch sie müssen sich in der Qualifikation für den Wettbewerb qualifizieren.

Die bisherigen Gewinner der Vierschanzentournee

1953 Josef Bradl (Österreich)
1953/54 Olaf B. Bjørnstad (Norwegen)
1954/55 Hemmo Silvennoinen (Finnland)
1955/56 Nikolai Kamenski (Sowjetunion)
1956/57 Pentti Uotinen (Finnland)
1957/58 Helmut Recknagel (DDR)
1958/59 Helmut Recknagel (DDR)

1959/60 Max Bolkart (BRD)
1960/61 Helmut Recknagel (DDR)

1961/62 Eino Kirjonen (Finnland)
1962/63 Toralf Engan (Norwegen)
1963/64 Veikko Kankkonen (Finnland)
1964/65 Torgeir Brandtzæg (Norwegen)
1965/66 Veikko Kankkonen (Finnland)
1966/67 Bjørn Wirkola (Norwegen)
1967/68 Bjørn Wirkola (Norwegen)
1968/69 Bjørn Wirkola (Norwegen)
1969/70 Horst Queck (DDR)
1970/71 Jiri Raska (Tschechoslowakei)
1971/72 Ingolf Mork (Norwegen)
1972/73 Rainer Schmidt (DDR)
1973/74 Hans-Georg Aschenbach (DDR)
1974/75 Willi Pürstl (Österreich)
1975/76 Jochen Danneberg (DDR)
1976/77 Jochen Danneberg (DDR)

1977/78 Kari Ylianttila (Finnland)
1978/79 Pentti Kokkonen (Finnland)
1979/80 Hubert Neuper (Österreich)
1980/81 Hubert Neuper (Österreich)
1981/82 Manfred Deckert (DDR)
1982/83 Matti Nykänen (Finnland)
1983/84 Jens Weißflog (DDR)
1984/85 Jens Weißflog (DDR)
1985/86 Ernst Vettori (Österreich)
1986/87 Ernst Vettori (Österreich)
1987/88 Matti Nykänen (Finnland)
1988/89 Risto Laakkonen (Finnland)
1989/90 Dieter Thoma (BRD)
1990/91 Jens Weißflog (Deutschland)
1991/92 Toni Nieminen (Finnland)
1992/93 Andreas Goldberger (Österreich)
1993/94 Espen Bredesen (Norwegen)
1994/95 Andreas Goldberger (Österreich)
1995/96 Jens Weißflog (Deutschland)
1996/97 Primoz Peterka (Slowenien)
1997/98 Kazuyoshi Funaki (Japan)
1998/99 Janne Ahonen (Finnland)
1999/00 Andreas Widhölzl (Österreich)
2000/01 Adam Maysz (Polen)
2001/02 Sven Hannawald (Deutschland)
2002/03 Janne Ahonen (Finnland)
2003/04 Sigurd Pettersen (Norwegen)
2004/05 Janne Ahonen (Finnland)
2005/06 Janne Ahonen (Finnland) / Jakub Janda (Tschechien) *
2006/07 Anders Jacobsen (Norwegen)
2007/08 Janne Ahonen (Finnland)
2008/09 Wolfgang Loitzl (Österreich)
2009/10 Andreas Kofler (Österreich)
2010/11 Thomas Morgenstern (Österreich)
2011/12 Gregor Schlierenzauer (Österreich)
2012/13 Gregor Schlierenzauer (Österreich)
2013/14 Thomas Diethart (Österreich)
2014/15 Stefan Kraft (Österreich)
2015/16 Peter Prevc (Slowenien)
2016/17 Kamil Stoch (Polen)
* zwei Sieger wegen Punktegleichstand

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