Vierschanzentournee Jacobsen siegt in Garmisch, Deutsche enttäuschen erneut

Anders Jacobsen hat das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Der Norweger triumphierte vor Simon Ammann und Peter Prevc, bester Deutscher wurde Richard Freitag auf Platz neun.

Skispringer Jacobsen: Sieg in Garmisch-Partenkirchen
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Skispringer Jacobsen: Sieg in Garmisch-Partenkirchen


Hamburg - Richard Freitag und Severin Freund haben beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen den nächsten Dämpfer kassiert. Beim Sieg des Norwegers Anders Jacobsen landeten die beiden besten deutschen Skispringer auf den Plätzen neun und zehn und verpassten das erhoffte Podest wie schon in Oberstdorf deutlich. Die Führung in der Gesamtwertung der 63. Vierschanzentournee behielt Oberstdorf-Sieger Stefan Kraft aus Österreich.

"Es war wieder nicht das wahnsinnige Ergebnis und wieder nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Aber wir sind auf einem besseren Weg", sagte Freund. Schon nach dem ersten Versuch auf 127,5 Meter winkte der Skiflug-Weltmeister enttäuscht ab. "Der Sprung war leider nicht so gut. Ich habe schnell gespürt, dass ich den Druck nicht auf die Kante gebracht habe", sagte der 26-Jährige. Mit 135,5 Metern gelang ihm im Finale immerhin eine deutliche Steigerung. "Der war okay", sagte Freund.

Jacobsen flog auf 135,5 und 136,5 Meter und feierte mit 286,0 Punkten seinen zehnten Weltcupsieg. Auf die vorderen Plätze sprangen zudem der beim Tournee-Auftakt gestürzte Schweizer Simon Ammann (279,4 Punkte) sowie der Slowene Peter Prevc (276,9). Oberstdorf-Sieger Kraft (270,0) musste sich mit dem sechsten Platz begnügen.

In der Gesamtwertung liegt der 21-jährige Kraft mit 561,9 Punkten knapp vor Prevc (560,8) und Michael Hayböck aus Österreich (554,8). Als bester Deutscher folgt Freund (515,2) auf dem zwölften Rang.

Schuster glaubt noch an Podestplatz

Freitag und Freund zeigten zwar eine verbesserte Leistung im Vergleich zu Oberstdorf, hatten mit der Entscheidung aber erneut nichts zu tun. "Mit unseren beiden Top-Leuten ist es ein bisschen verhext. Sie kämpfen, sie gehen aufs Ganze. Es waren kleine Fehler, Nuancen haben entschieden", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Stark präsentierte sich zudem Team-Olympiasieger Marinus Kraus auf dem 13. Rang, Stephan Leyhe verbuchte als 16. das zweitbeste Ergebnis seiner Karriere. Ebenfalls in die Punkte schafften es Michael Neumayer (243,3) und Andreas Wank auf den Rängen 23 und 30. "Ich habe mehr Positives als Negatives gesehen", sagte Bundestrainer Schuster. Er gab eine Podestplatzierung noch während der Tournee als Ziel aus.

Nicht in den zweiten Durchgang kam einzig Daniel Wenig; in der Qualifikation waren gleich sechs deutsche Springer, darunter auch Newcomer Markus Eisenbichler gescheitert.

Die 63. Vierschanzentournee wird nach einem Ruhetag am Donnerstag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) mit der Qualifikation für das Bergisel-Springen in Innsbruck fortgesetzt. Abgeschlossen wird die Tournee traditionell in Bischofshofen (5./6. Januar).

mrr/sid



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
kaputtschino 01.01.2015
1. naja
Interessiert diese Sportart wirklich jemanden? Mal abgesehen von den Medien, die daraus ein deutsches Wintermärchen machen können, ist das doch für den Großteil der Bevölkerung völlig belanglos. Selbst die F1 hat mehr Interessenten und die ist schon absurd langweilig.
frenchhornplayer85 02.01.2015
2.
Zitat von kaputtschinoInteressiert diese Sportart wirklich jemanden? Mal abgesehen von den Medien, die daraus ein deutsches Wintermärchen machen können, ist das doch für den Großteil der Bevölkerung völlig belanglos. Selbst die F1 hat mehr Interessenten und die ist schon absurd langweilig.
wirklich anmaßen wie sie von sich auf andere schließen. warum glauben sie eigentlich, dass ihre meinnung zu der sportart irgendwen interessiert? die 4-schanzen-tournee hat und hatte immer gute quoten, vor allem das neujahrsspringen. wenn sie sich nicht vorstellen können, dass es doch eine menge leute interessiert, warum sind sie dann hier und nölen typisch deutsch nur rum?
murun 02.01.2015
3. naja
Zitat von kaputtschinoInteressiert diese Sportart wirklich jemanden? Mal abgesehen von den Medien, die daraus ein deutsches Wintermärchen machen können, ist das doch für den Großteil der Bevölkerung völlig belanglos. Selbst die F1 hat mehr Interessenten und die ist schon absurd langweilig.
Über 6 Mio. ARD-Zuschauer beim Neujahrsspringen (Marktanteil 28,9%) sind also belanglos? Wenn Sie Ihre Meinung mit der der Bevölkerung gleichsetzen, sollten Sie Ihr Ego überdenken...
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