Vierschanzentournee Hannawald stürzt auf Platz zwölf

Nach einem Sturz im zweiten Durchgang des Neujahrsspringens von Garmisch-Partenkirchen hat Sven Hannawald seinen sechsten Sieg in Serie bei der Vierschanzentournee verpasst. Durch Platz zwölf verlor der Titelverteidiger auch die Führung in der Gesamtwertung.


Dieser Sturz kostete Sven Hannawald die Führung in der Tournee-Gesamtwertung
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Dieser Sturz kostete Sven Hannawald die Führung in der Tournee-Gesamtwertung

Garmisch-Partenkirchen - Hannawalds Rekordjagd wurde bei der Vierschanzentournee durch einen Sturz beendet. Nach fünf Tagessiegen seit Dezember 2001 in Folge belegte der 28-Jährige aus Hinterzarten am Mittwoch in Garmisch-Partenkirchen nur Platz zwölf. Der Mannschafts-Olympiasieger, der am Sonntag in Oberstdorf das Auftaktspringen der 51. Tournee gewonnen hatte, landete im ersten Durchgang als Siebter lediglich bei 118 Meter. Im Finale riskierte Hannawald alles und stürzte nach 124 Metern. Damit fiel der Vorjahressieger in der Gesamtwertung nach zwei Springen auf Rang vier zurück.

Das Neujahrsspringen gewann der Slowene Primoz Peterka, der für Sprünge auf 123,5 und 123 Meter 264,6 Punkte erhielt. Den zweiten Platz teilten sich mit 261,1 Punkten Andreas Goldberger aus Österreich (121,5/121 Meter) und Adam Malysz aus Polen (121/123,5).

In der Gesamtwertung liegt nach zwei Springen der Finne Janne Ahonen mit 513,0 Punkten vor Peterka (504,3) vorn. Ahonen stürzte im zweiten Durchgang, als er mit 129 Metern den Schanzenrekord auf der Garmischer Olympia-Schanze nur um einen halben Meter verfehlte.

Große Enttäuschung: Martin Schmitt verpasste in Garmisch den Finaldurchgang
DPA

Große Enttäuschung: Martin Schmitt verpasste in Garmisch den Finaldurchgang

Martin Schmitt vom SC Furtwangen, in Oberstdorf noch Vierter, sprang nur 111,5 Meter und qualifizierte sich nicht für den Finaldurchgang. "Ich hatte ein kleines Problem in der Absprungeinheit", erklärte Schmitt seinen relativ kurzen Flug. Der Gesamtweltcup-Sieger von 2001 konnte auch nicht vom Fehler seines direkten Konkurrenten Martin Höllwarth (Österreich) profitieren, der nach einem 121-Meter-Sprung knapp vor der Sturzlinie mit der linken Hand in den Schnee griff und dadurch Punktabzüge hinnehmen musste.

Im Finaldurchgang dabei waren neben Hannawald drei weitere DSV-Springer: Michael Uhrmann (Rastbüchl) wurde 26., Georg Späth (Oberstdorf) 28. und Jörg Ritzerfeld (Oberhof) 31.



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