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01. Januar 2013, 16:14 Uhr

Vierschanzentournee in Garmisch

Jacobsen springt mit Wahnsinns-Satz auf Platz eins

Von neun auf eins: Anders Jacobsen hat dank eines großartigen zweiten Sprungs den Wettkampf in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Für den Norweger war es der zweite Erfolg im zweiten Springen bei dieser Vierschanzentournee. Die deutschen Athleten enttäuschten hingegen.

Hamburg - Deutschlands Skispringer haben den erhofften Podestplatz beim Neujahrsspringen der Vierschanzentournee klar verpasst. Als bester DSV-Adler landete Andreas Wellinger in Garmisch-Partenkirchen auf dem neunten Platz. Severin Freund, beim Auftaktspringen in Oberstdorf noch Dritter, kam hinter Routinier Martin Schmitt nur auf Rang 15. "Leider konnte ich mich mit der Schanze nicht anfreunden", sagte Freund.

Michael Neumayer wurde 21., einen Platz besser als Maximilian Mechler und zwei Ränge vor Danny Queck. Richard Freitag landete nur auf dem 25. Platz. Karl Geiger und Felix Schoft verpassten das Finale der besten 30 Springer. "Schade, dass wir vor dieser tollen Kulisse in der Spitze nicht mitgekommen sind. Das war ein bisschen enttäuschend", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Den Sieg sicherte sich wie in Oberstdorf Anders Jacobsen. Dabei lag der Norweger nach dem ersten Durchgang nur auf Platz neun, überholte mit einem fulminanten zweiten Sprung (143 Meter) aber alle Konkurrenten und gewann erneut vor Gregor Schlierenzauer. Dritter wurde Jacobsens Landsmann Anders Bardal.

Mit seinem Sieg baute der Norweger seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Jacobsen hat 586 Punkte, Schlierenzauer 574, auf Platz drei liegt der Norweger Tom Hilde (548). In den Top-Ten finden sich auch drei Deutsche: Severin Freund (543) ist Fünfter, Andreas Wellinger (525) Achter und Michael Neumayer (521) liegt auf Rang zehn.

Bundestrainer Schuster muss Kader auf sechs Springer reduzieren

Die Tournee zieht jetzt weiter in Richtung Österreich, wo die beiden anderen Springen stattfinden. Am Freitag findet der Wettbewerb in Innsbruck statt (13.45 Uhr), am Sonntag das Abschlussspringen in Bischofshofen (16.30 Uhr, jeweils Liveticker SPIEGEL ONLINE). Dafür muss Schuster seinen Kader reduzieren, darf nur sechs Springer nominieren. "Der Werner wird schon die richtige Entscheidung treffen", sagte der wiedererstarkte Schmitt, als Gesamtzwölfter derzeit viertbester Deutscher im Klassement.

Zwei Springer, die vor der Tournee als Mitfavoriten auf den Gesamtsieg galten, müssen ihre Hoffnungen auf einen Erfolg aufgeben. Der Schweizer Simon Ammann, der die Tournee noch nie gewonnen hat, verpasste in Garmisch den zweiten Durchgang ebenso wie Wolfgang Loitzl. Dessen Aus war der dritte Rückschlag für die hoch favorisierten Österreicher: Schon in Oberstdorf hatten sich Thomas Morgenstern und Andreas Kofler aus dem Rennen um den Gesamtsieg verabschiedet.

ham/dpa/sid/dapd

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