Sieg bei Vierschanzentournee Stoch macht's wie Hannawald

Kamil Stoch hat in Bischofshofen Historisches geschafft: Als zweiter Springer nach Sven Hannawald konnte er alle vier Tourneespringen für sich entscheiden. Andreas Wellinger wurde Zweiter im Gesamtklassement.

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Kamil Stoch hat es geschafft: Als zweiter Skispringer nach Sven Hannawald 2001/2002 konnte der Pole alle vier Wettbewerbe der Vierschanzentournee für sich entscheiden.

Mit Sprüngen von 132,5 und 137 Metern siegte Stoch nach den Erfolgen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck auch im österreichischen Bischofshofen. Bereits im Vorjahr hatte der 30-Jährige die Vierschanzentournee gewonnen.

Hinter Stoch kamen beim abschließenden Springen der Norweger Anders Fannemel (130 und 139 Meter) und Andreas Wellinger (129 und 139,5 Meter) auf die Plätze zwei und drei.

Wellinger sicherte sich damit auch den zweiten Platz im Gesamtklassement der 66. Vierschanzentournee. Fannemel überholte mit seinem abschließenden Sprung noch den Japaner Junshiro Kobayashi und wurde mit 0,2 Punkten Vorsprung Tourneedritter.

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Die Vierschanzentournee in Bildern: Stoch triumphiert, Freitag stürzt

Deutsche in WM- und Olympiaform

Auch Markus Eisenbichler (10.), Constantin Schmid (15.) und Karl Geiger (16.) zeigten sich vor der anstehenden Skiflug-WM in Oberstdorf und den Olympischen Spielen in Pyeongchang in guter Form.

Eisenbichler egalisierte als Gesamtsiebter seine beste Tournee-Platzierung. Geiger beendete die Wettkampfserie auf Gesamtrang elf, Stephan Leyhe wurde 13., Constantin Schmid kam auf den 18. Platz.

Weltmeister Stefan Kraft konnte mit seinem vierten Platz in Bischofshofen ein historisches Debakel der Österreicher nicht mehr verhindern. Erstmals seit 40 Jahren landete keiner der einst so dominierenden ÖSV-Adler unter den Top 10 der Gesamtwertung - Michael Hayböck kam als bester Österreicher auf Rang 14.

mfu/sid



insgesamt 9 Beiträge
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mullertomas989 06.01.2018
1. Na immerhin ...
... ein deutscher Platz 2! Das ist aller Ehren wert!
TS_Alien 06.01.2018
2.
Man schaue sich einmal Fotos der erfolgreichen Skispringer an. Selbst durch die Anzüge erkennt man "Ansätze" von Magersüchtigkeit. Das kann nicht gesund sein. Man sollte ein Mindestgewicht für Springer einführen. Die BMI-Regel bringt nichts.
noalk 06.01.2018
3. Albern
Fannemel Dritter mit 0,2 Punkten Vorsprung vor Kobayashi. 0,2 Punkte entsprechen einer Weitendifferenz von gut 11 cm. Und das bei 8 Sprüngen (14 mm pro Sprung) mit einer Weitenmess"genauigkeit" von 0,5 Metern. Diese Unterscheidung zwischen drittem und viertem Platz ist einfäch lächerlich.
Rebierhcs 06.01.2018
4. Stallorder
Vermutlich hätte Kubacki das Ding nicht gewonnen, mit dem Startgate 11 wurde er jedoch absichtlich aller Chancen beraubt. Es stand nie zu befürchten er würde in gefährliche Weiten springen...der Wind war ähnlich dem 1. Durchgang und somit bei mehr Anlauf nie zuviel. Wäre Kubacki jedoch 140 gesprungen, hätte es für Stoch vllt. nicht gereicht.
Claus_Hangzhou 06.01.2018
5.
Zitat von RebierhcsVermutlich hätte Kubacki das Ding nicht gewonnen, mit dem Startgate 11 wurde er jedoch absichtlich aller Chancen beraubt. Es stand nie zu befürchten er würde in gefährliche Weiten springen...der Wind war ähnlich dem 1. Durchgang und somit bei mehr Anlauf nie zuviel. Wäre Kubacki jedoch 140 gesprungen, hätte es für Stoch vllt. nicht gereicht.
Sie sind einer der wenigen der das realisiert hat. Alle Schwätzer die wir die ganzen Tage über gehört haben sind abgetaucht. Kein Wort, kein Kommentar. Klar war Kamil Stoch in absolut grandioser Form und wahrscheinlich hätte er auch gewonnen ohne diesen Taschenspieler-Trick. Es wird immer an seinem Erfolg haften bleiben. Also ist er zwar ein ganz ganz grosser Gewinner, wird aber immer mit diesem unsäglichen Schachzug in Verbindung gebracht werden. Also er ist unabsichtlich der Verlierer dieses Tages. Aber auch hier sehen wir die Fratzen des Sports hier in Form von Herrn Horngacher.
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