Hamburg - Martin Schmitt hat beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen nach Rang drei im ersten Durchgang nur den achten Platz belegt.
Der viermalige Weltmeister erhielt beim zweiten Wettbewerb der 57. Vierschanzentournee für Flüge auf 135 und 124 Meter die Gesamtnote 245,2. "Ich bin natürlich enttäuscht und ein bisschen traurig. Der zweite Sprung hatte nicht mehr die Qualität des ersten. Ich habe angegriffen und es ist nicht aufgegangen", sagte Schmitt nach dem Wettbewerb.
Sieger in Garmisch wurde in einem spannenden Finale der Österreicher Wolfgang Loitzl, der damit sein erstes Weltcupspringen gewann. "Das ist wie Ostern und Weihnachten auf einem Tag", sagte Loitzl nach der Siegerehrung. "Ich bin überglücklich. Es ist ein Traum. Jetzt glaube ich daran, dass ich die Tournee gewinnen kann." Das dritte Springen findet am 4. Januar (13.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Innsbruck statt.
Loitzl sprang auf 134,5 und 136,5 Meter und erhielt die Gesamtnote 276,3. Damit verwies er den nach dem ersten Durchgang führenden Schweizer Simon Ammann mit 274,6 Punkten auf den zweiten Platz. Der Doppel-Olympiasieger von 2002 hatte zum Auftakt in Oberstdorf gewonnen. Ammann fiel auch in der Gesamtwertung hinter Lotzl zurück auf Rang zwei. Da es in den ersten beiden Wettbewerben bereits zwei verschiedene Sieger gab, behält auch Sven Hannawald seinen Rekord, den er 2001/2002 mit Siegen in allen vier Springen aufgestellt hat.
Hinter Martin Schmitt war Michael Uhrmann als 14. zweitbester deutscher Springer. Stephan Hocke, Michael Neumayer und Junioren-Weltmeister Andreas Wank landeten auf den Rängen 20, 24 und 30. Wank hatte sich im ersten Durchgang gegen den einstigen Weltklassespringer Adam Malysz aus Polen durchgesetzt.
"Für sie war bei den Bedingungen nicht viel mehr drin. Martin hat einen kleinen Fehler gemacht, der hat ihn fünf Meter gekostet. Ich bin aber nicht unzufrieden wie vielleicht andere", sagte Bundestrainer Werner Schuster.
"Nach dem ersten Durchgang hatte man vielleicht mehr erhofft, aber wir müssen bescheiden bleiben", sagte DSV-Sportdirektor Pfüller und fügte hinzu: "Der Trainer wird die Jungs wieder aufrichten, dann geht es weiter."
luk/sid/dpa
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