Vierschanzentournee Neun Deutsche fürs Neujahrsspringen qualifiziert

Neun deutsche Skispringer haben sich für das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee qualifiziert. Bester DSV-Athlet war Richard Freitag. Simon Ammann schied hingegen überraschend aus.

Richard Freitag
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Richard Freitag


Der Weltcup-Gesamtführende Richard Freitag hat bei der Qualifikation für das zweite Springen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen am Sonntag erneut eine starke Leistung gezeigt.

Der 26-Jährige Freitag, der zum Auftakt in Oberstdorf Zweiter hinter dem Polen Kamil Stoch geworden war, landete nach einem Sprung auf 135 Meter auf dem vierten Platz. Auch Karl Geiger und Markus Eisenbichler, die punktgleich Rang 12 belegten, gelang ein ordentliches Resultat bei der Vorausscheidung.

"Richards Sprünge sind auf einem hohen Niveau, müssen aber noch etwas sauberer werden. Dann ist er vorne dabei", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF: "Jetzt werden wir einen gemütlichen Silvesterabend verbringen, die Sprünge analysieren und morgen frisch angreifen." Freitag war ebenfalls nicht vollends zufrieden: "Ich habe den Tag gut genutzt, auch wenn es mir nicht zu 100 Prozent gelungen ist."

Der Sieg in der Qualifikation ging an den Norweger Johann André Forfang, der die Tagesbestweite von 140,5 Metern stand und eine Prämie von 2000 Euro kassierte. Überraschend ausgeschieden ist hingegen der viermalige Olympiasieger Simon Ammann, der Schweizer wurde 51. Auch Skisprung-Routinier Noriaki Kasai aus Japan wird nicht dabei sein.

Neun von 13 DSV-Springern am Neujahrstag dabei

Vor 11.000 Zuschauern belegten die Polen Dawid Kubacki und Stefan Hula die Ränge zwei und drei. Kamil Stoch (ebenfalls Polen), der am Samstag den Tournee-Auftakt am Schattenberg gewonnen hatte, musste sich mit 131,5 Metern und Rang sechs begnügen, Doppel-Weltmeister Stefan Kraft aus Österreich wurde nur 17.

Bei milden Temperaturen und Sonnenschein qualifizierten sich insgesamt neun der 13 DSV-Adler für den zweiten Tournee-Wettkampf am Montag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ZDF, Eurosport), darunter auch Team-Olympiasieger Andreas Wank, der für die nationale Gruppe startet.

Letzter deutscher Tagessieger in Garmisch war Sven Hannawald bei seinem legendären Vierfachtriumph in der Saison 2001/2002. Severin Freund hatte an Neujahr 2016 als Dritter immerhin das Podest erreicht. In diesem Winter fehlt der Ex-Weltmeister wegen eines Kreuzbandrisses.

Die K.o.-Duelle der deutschen Springer:

Richard Freitag (4.) - Alex Insam (Italien/47.)
Markus Eisenbichler (12.) - Jakub Wolny (Polen/39.)
Karl Geiger (13.) - Constantin Schmid (38.)
Andreas Wellinger (15.) - Clemens Aigner (Österreich/36.)
Stephan Leyhe (20.) - Halvor Egner Granerud (Norwegen/31.)
Pius Paschke (25.) - Taku Takeuchi (Japan/26.)
David Siegel (37.) - Anders Fannemel (Norwegen/14.)
Andreas Wank (45.) - Kamil Stoch (Polen/6.)

bka/dpa/sid



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