Vierschanzentournee in Innsbruck Stoch siegt weiter, Freitag stürzt

Was für ein Pech: Richard Freitag ist bei der Vierschanzentournee in Innsbruck gestürzt. Teamkollege Andreas Wellinger sprang in die Bresche. Kamil Stoch siegte zum dritten Mal ungefährdet.

Richard Freitag stürzt in Innsbruck
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Richard Freitag stürzt in Innsbruck


Der polnische Titelverteidiger Kamil Stoch darf bei der Vierschanzentournee auf die Wiederholung des Vierfachsieges von Sven Hannawald hoffen. Etwa eine Stunde, nachdem sein Rivale Richard Freitag nach einem Sprung auf 130 Meter gestürzt war, gewann der Olympiasieger am Donnerstag in Innsbruck mit Versuchen auf 130 und 128,5 Meter deutlich vor der Konkurrenz.

Den zweiten Platz belegte der Norweger Daniel Andre Tande, das Podest auf Rang drei komplettierte Andreas Wellinger mit Sprüngen auf 133 und 126 Meter. Freitag trat zum zweiten Durchgang wegen starker Schmerzen nicht mehr an.

Die Deutschen erzielten auch ohne ihren Gesamtweltcup-Führenden ein starkes Teamergebnis. Hinter Wellinger landeten auch Markus Eisenbichler (8.), Stephan Leyhe (9.) und Karl Geiger (12.) in der erweiterten Weltspitze. Der Sieg bei der Tournee ist Stoch kaum noch zu nehmen, sein Polster auf alle Rivalen ist nach dem Ausfall von Freitag riesig.

Für die Österreicher lief es ähnlich schlecht wie in Garmisch-Partenkirchen vor drei Tagen. Doppel-Weltmeister Stefan Kraft kam nicht über Rang 24 hinaus, Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer schaffte es erst gar nicht in den zweiten Durchgang.

Nach dem Sturz-Schock und dem Ende aller Träume vom Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee lag Freitag im Schnee und streckte beide Arme von sich. Zur Entscheidung beim dritten Springen trat der Führende im Gesamtweltcup dann gar nicht mehr an, obwohl er sich dafür qualifiziert hatte.

Bei der Landung nach seinem Versuch auf 130 Meter überkreuzte Freitag die Skier und kam im Auslauf zu Fall. Nachdem er zunächst kurz liegenblieb, grüßte er ins Publikum und signalisierte, dass er zumindest nicht schwerer verletzt zu sein scheint.

Bundestrainer Werner Schuster übte danach deutliche Kritik an der Jury. "Es war definitiv zu viel Anlauf. Hier gibt es einen Technischen Delegierten, der eine andere Strategie verfolgt. Es war extrem schwierig", sagte Schuster im ZDF. Der Österreicher selbst hatte den Anlauf bei Aufwind vor Freitag auch nicht verkürzt, um bei wechselnden Verhältnissen keinen Rückenwind-Sprung mit zu wenig Geschwindigkeit zu riskieren.

aha/dpa



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Seite 1
hajo..1 04.01.2018
1.
Das dumme Geschwätz vom ARD Kommentator war kaum auszuhalten. Der Sturz des sympatischen R. Freitag war nicht die Schuld der Veranstalter, sondern Freitag selbst, dass konnte jeder am Fernseher sehen. Das könnte durch einen Konzentrationsfehler entstanden sein, die Fernsehsender sollten mal ihr Verhalten überdenken, ist es erforderlich die Sportler mit Kameras bis zur Umkleide auf Schritt und Tritt zuverfolgen? Und was sollen die nervigen Fragen der Reporter ? was da oft für ein schwachsinnige Fragen gestellt werden.
wolke:sieben 04.01.2018
2. Vor diesem Vierschanzenspringen
...waren die Deutschen angeblich richtig gut drauf und als Favoriten gehandelt, aber nur weil die restlichen Springer noch nicht alles rausgelassen hatten, jetzt wo es darauf angekommen ist haben die richtigen Weltklasse-Springer ihr Können gezeigt und damit auch die Deutschen, wie schon seit vielen Jahren, wieder in ihre Schranken gewiesen.
frietz 04.01.2018
3.
Zitat von hajo..1Das dumme Geschwätz vom ARD Kommentator war kaum auszuhalten. Der Sturz des sympatischen R. Freitag war nicht die Schuld der Veranstalter, sondern Freitag selbst, dass konnte jeder am Fernseher sehen. Das könnte durch einen Konzentrationsfehler entstanden sein, die Fernsehsender sollten mal ihr Verhalten überdenken, ist es erforderlich die Sportler mit Kameras bis zur Umkleide auf Schritt und Tritt zuverfolgen? Und was sollen die nervigen Fragen der Reporter ? was da oft für ein schwachsinnige Fragen gestellt werden.
den Kommentator des ARD habe ich bereits nach wenigen Springern in Oberstdorf ausgewechselt, indem ich auf eurosport geschaltet habe. Nicht auszuhalten, was der Mann einen Unsinn von sich gibt. Da werden Springer nach dem ersten von acht Sprüngen gleich als Tourneesieger gefeiert oder als aussichtslos abgeschlagen bezeichnet.
siebensieben 04.01.2018
4.
Was wurden die deutschen Springer vor der Tournee hochgelobt, und was ist geblieben? Eigentlich nicht viel. Ist aber oft so. Daher sind die Überraschungssieger eigentlich auch die symphatischeren.
carinanavis 04.01.2018
5. unsinn hoch drei
Zitat von wolke:sieben...waren die Deutschen angeblich richtig gut drauf und als Favoriten gehandelt, aber nur weil die restlichen Springer noch nicht alles rausgelassen hatten, jetzt wo es darauf angekommen ist haben die richtigen Weltklasse-Springer ihr Können gezeigt und damit auch die Deutschen, wie schon seit vielen Jahren, wieder in ihre Schranken gewiesen.
Freitag war 2., 2. und ohne den Sturz heute? Er war jeweils nur knapp hinter Stoch und der einzige echte Mitkonkurrent. Ihr gefasel von den echten Weltklassespringern bezieht sich wohl auf die schwächelnden Österreicher oder Norweger? Wellinger als 3. heute und Gesamtzweiter ist offensichtlich nach Stoch, "dem Ausnahmespringer" der nächstbeste Weltklassespringer. Diese Ausnahmespringer sollten schon zu denken geben. Die Dauererfolge der Österreicher vor einigen Jahren basierten auf ständigen Anzugmanipulationen, die heutzutage nicht mehr möglich sind. Die Slowenen konnten durch Gewichtsmanipulationen (Dauerhungern, vor Kontrollen sehr viel essen/trinken) einige Zeit die Weltspitze aufmischen, doch mehr als eine Saison geht das fast nicht, deshalb sind die Prevcs nun völlig abgestürzt. Welche dieser Tricks wendet Stoch wohl an? ZU Post 1: Übrigens hat auch Werner Schuster die Veranstalter mitverantwortlich für den Sturz gemacht (die zu hohe Anlauflänge), was der Reporter sagte wird also durch die Aussagen eines Fachmanns gestützt.
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