Vierschanzentournee Schlierenzauer feiert Sieg beim Neujahrsspringen

Gregor Schlierenzauer aus Österreich hat auch das zweite Springen bei der Vierschanzentournee gewonnen. In Garmisch-Partenkirchen wurde Severin Freund nach starkem ersten Sprung Siebter. Für Martin Schmitt ist die Tournee schon beendet.

AP

Hamburg - Gregor Schlierenzauer darf weiter auf die Millionenprämie bei der Vierschanzentournee hoffen: Der Österreicher hat das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Zuvor hatte der 21-Jährige bereits zum Auftakt in Oberstdorf triumphiert, die eine Million Schweizer Franken (810.000 Euro) erhält er aber nur, wenn er bei allen vier Springen siegt. "Es ist unglaublich. Es waren nicht die besten Sprünge, da ist es umso erfreulicher, dass ich trotzdem vorne bin", sagte er.

Hinter Schlierenzauer (274,5 Punkte) landeten sein Landsmann Andreas Kofler (270,4) und der Japaner Daiki To (269,6). Severin Freund wurde als bester Deutscher Siebter (262,2), hatte dabei nach einem starken ersten Durchgang und Rang zwei sogar Siegchancen. "Ich hätte einen besseren zweiten Sprung machen müssen. Der ist daneben gegangen. Es war zu viel Gewalt im Spiel, dadurch war es ein zähes Kämpfen um die Meter", sagte der 23-Jährige.

Schlierenzauer baute damit in der Gesamtwertung seine Führung auf den Teamkollegen Kofler aus. Titelverteidiger Thomas Morgenstern wurde nach Rang drei in Oberstdorf nur Sechster und fiel zurück.

Schuster streicht Schmitt

Der Rest des deutschen Teams verpasste die Top Ten deutlich. Michael Neumayer wurde mit 246,4 Punkten 17. Andreas Wank (240,3 Punkte) bot als 20. seine beste Tournee-Leistung. Richard Freitag (233,9) enttäuschte hingegen mit dem 25. Rang, Stephan Hocke (230,8) reihte sich direkt hinter Freitag ein.

Enttäuschend verlief das Springen erneut für Martin Schmitt, der mit 121 Metern wie beim Auftakt in Oberstdorf ausschied. Für den 33-Jährigen war es das letzte Springen bei der diesjährigen Tournee, Bundestrainer Werner Schuster strich den 33-Jährigen aus dem Aufgebot. "Martin ist ein fairer Sportsmann und hat das eingesehen", sagte Schuster. Schmitt selbst hatte zuvor schon mit seinem Aus gerechnet: "Es ist meine eigene Einschätzung, dass ich bei den kommenden beiden Springen nicht mehr dabei bin. Damit muss ich jetzt einfach rechnen." Maximilian Mechler verpasste auf Platz 43 das Finale deutlich.

Nach den beiden Springen in Deutschland wird die Tournee am Mittwoch im österreichischen Innsbruck (13.45 Uhr) fortgesetzt. Das abschließende Springen findet am Freitag in Bischofshofen (16.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) statt.

leh/dpa



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Seite 1
intermomo52 01.01.2012
1. Die Wertung
Zitat von sysopGregor Schlierenzauer aus Österreich*hat auch das zweite Springen bei der Vierschanzentournee gewonnen. In Garmisch-Partenkirchen wurde Severin Freund*nach starkem ersten Sprung Siebter. Martin Schmitt enttäuschte erneut - und rechnet nun mit seinem Tournee-Aus. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,806591,00.html
könnte aus meiner bescheidenen Sicht ganz anders aussehen: Es soll nur die Weite (gemessen auf 10cm, das sollte doch möglich sein), kombiniert mit einem Windfaktor, zählen. Ob der Springer unterwegs eine Piruette dreht oder einen Salto schlägt, ist ihm überlassen. Allein wenn ich sehe, wie unterschiedlich die Sprungstile der letzten Jahrzehnte ausgesehen haben (ja, auch eine paralelle Schiführung wurde bewertet), frage ich mich immer, was das soll. Es kommt noch dazu, dass ein technisch sauberer Sprung, der aber um 20m kürzer ausgefallen ist, niedriger bewertet wird als der verwackelte weitere Sprung. Die Wertungsrichter könnten ersatzlos gestrichen werden. Dann entfallen die teilweise kuriosen Ergebnisse, dass einer von den Herrn Kampfrichtern die Athleten der eigenen Mannschaft hoch bewertet, aber vermeintliche Konkurrenten unterbewertet. Er sorgt zwar in beiden Fällen füe das Streichresultat, aber dadurch kömmen die nächsten Wertungen zu Zuge. Ausserdem ist die Sicht, ob einer eine saubere Telemark-Landung hinlegt oder nicht, vollkommen belanglos. Bei einem Sturz kann man sich über entsprechende Abzüge unterhalten.
Gertrud Stamm-Holz 01.01.2012
2. versteh ich nicht
Zitat von intermomo52könnte aus meiner bescheidenen Sicht ganz anders aussehen: Es soll nur die Weite (gemessen auf 10cm, das sollte doch möglich sein), kombiniert mit einem Windfaktor, zählen. Ob der Springer unterwegs eine Piruette dreht oder einen Salto schlägt, ist ihm überlassen. Allein wenn ich sehe, wie unterschiedlich die Sprungstile der letzten Jahrzehnte ausgesehen haben (ja, auch eine paralelle Schiführung wurde bewertet), frage ich mich immer, was das soll. Es kommt noch dazu, dass ein technisch sauberer Sprung, der aber um 20m kürzer ausgefallen ist, niedriger bewertet wird als der verwackelte weitere Sprung. Die Wertungsrichter könnten ersatzlos gestrichen werden. Dann entfallen die teilweise kuriosen Ergebnisse, dass einer von den Herrn Kampfrichtern die Athleten der eigenen Mannschaft hoch bewertet, aber vermeintliche Konkurrenten unterbewertet. Er sorgt zwar in beiden Fällen füe das Streichresultat, aber dadurch kömmen die nächsten Wertungen zu Zuge. Ausserdem ist die Sicht, ob einer eine saubere Telemark-Landung hinlegt oder nicht, vollkommen belanglos. Bei einem Sturz kann man sich über entsprechende Abzüge unterhalten.
Sie meinen also, der 140m Sprung mit wackliger Haltung und schlampiger Landung rechtfertigt den Sieg gegenüber 139m in akurater Manier? Das wäre nicht fair. Skisprung wird nach Fluss und System bewertet. Das entspricht dem Regelwerk. Sprungrichter haben in der Tat manchmal merkwürdige Ansichten in der Berwertung der Haltungsnoten. Nationale Vorteile verschaffen sie aber selten. Modernerweise ist man in der Disziplin eher überkritisch und pegelt sich tiefer als nötig ein.
WHO23 01.01.2012
3. 111
Zitat von Gertrud Stamm-HolzSie meinen also, der 140m Sprung mit wackliger Haltung und schlampiger Landung rechtfertigt den Sieg gegenüber 139m in akurater Manier? Das wäre nicht fair. Skisprung wird nach Fluss und System bewertet. Das entspricht dem Regelwerk. Sprungrichter haben in der Tat manchmal merkwürdige Ansichten in der Berwertung der Haltungsnoten. Nationale Vorteile verschaffen sie aber selten. Modernerweise ist man in der Disziplin eher überkritisch und pegelt sich tiefer als nötig ein.
Sicher sind die Regeln so. Aber nur nach der Weite zu gehen, wäre doch auch nicht so wahnsinnig unlogisch. Geht ja beim Dreisprung auch ohne Haltungsnoten.:-)
Gertrud Stamm-Holz 01.01.2012
4. natürlich
Zitat von WHO23Sicher sind die Regeln so. Aber nur nach der Weite zu gehen, wäre doch auch nicht so wahnsinnig unlogisch. Geht ja beim Dreisprung auch ohne Haltungsnoten.:-)
Sicher. Nur wird dort auf den Zentimeter genau gemessen. Ein Zielspringen wie z.B. im Hochsprung gibt es im Skisprung nicht. Das ist der Unterschied. Im Skisprung sind eben die Haltung und die Landung ein Kriterium. Man kann das mögen, muss es aber nicht.
bananenbieg0r 01.01.2012
5.
Da kann man sagen was man will, die österrreichischen Überflieger sind der beste Beweis dass Red Bull wirklich Flügel verleiht ;)
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