Vierschanzentournee: Schmitt für die beiden letzten Springen nominiert

Er war schon aussortiert, qualifizierte sich erst nachträglich für die Vierschanzentournee - nun gehört Martin Schmitt zum deutschen Kader für die Springen in Österreich. Bundestrainer Werner Schuster berief den Routinier in den Sechser-Kader für Innsbruck und Bischofshofen.

Skispringer Schmitt: Im Sechser-Kader für Innsbruck und Bischofshofen Zur Großansicht
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Skispringer Schmitt: Im Sechser-Kader für Innsbruck und Bischofshofen

Hamburg - Mit seinen Auftritten in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen hat sich Skispringer Martin Schmitt das Ticket für die zwei ausstehenden Wettbewerbe der 61. Vierschanzentournee gesichert. Der 34-Jährige wurde am Dienstagabend von Bundestrainer Werner Schuster für die Springen am Freitag in Innsbruck (13.45 Uhr) und am Sonntag in Bischofshofen (16.30 Uhr, jeweils Liveticker SPIEGEL ONLINE) nominiert.

Schmitt komplettiert das sechsköpfige Team mit Severin Freund, Richard Freitag, Andreas Wellinger, Michael Neumayer und Andreas Wank. "Es war eine sehr knappe Geschichte, aber wir haben nach dem Leistungsprinzip entschieden", sagte Schuster: "Ich habe mich für Schmitt entschieden, weil er sich den weiteren Tourneeverlauf verdient hat." Beendet ist die Tournee dagegen für Maximilian Mechler, Felix Schoft, Danny Queck, Karl Geiger, Daniel Wenig und Tobias Bogner.

Schmitt hatte sich erst über den zweitklassigen Continentalcup für die Tournee qualifiziert. Beim ersten Springen in Oberstdorf wurde er 16. und war damit fünftbester Deutscher. In Garmisch-Partenkirchen war Schmitt nach dem ersten Durchgang als Siebter bester DSV-Athlet und landete am Ende auf Platz 14 - nur Wellinger als Neunter war aus deutscher Sicht besser.

ham/luk/dpa/sid

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1. Verdient
moe_123 01.01.2013
Martin Schmitt hat es obwohl ihm so gut wie jeder schon abgeschrieben hatte noch einmal zurück ins starke deutsche Weltcupteam geschafft. Ihn nicht zu nominieren wäre ein Signal an alle schon etwas betagteren Springer gewesen: Wir brauchen und wollen euch nicht mehr. Aber ein erfahrener Sportler wie Martin Schmitt bringt dem jungen talentierten deutschen Team die zur Zeit fehlende Erfahrung in schweren Situationen
2. Aussortiert?
horstma 02.01.2013
Zitat von sysopGetty ImagesEr war schon aussortiert, qualifizierte sich erst nachträglich für die Vierschanzentournee - nun gehört Martin Schmitt zum deutschen Kader für die Springen in Österreich. Bundestrainer Werner Schuster berief den Routinier in den Sechser-Kader für Innsbruck und Bischofshofen. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/vierschanzentournee-schmitt-fuer-die-beiden-letzten-springen-nominiert-a-875312.html
Als "aussortiert" habe ich Schmitt nie gesehen, und Schuster hat das nie so formuliert. Im Gegenteil. Warum tut es dann SPON? Es ist nichts Ungewöhnliches, daß man sich nach Verletzung oder bei Formschwäche über den COC wieder heranarbeitet. Ob jemand 18 oder 34 ist, spielt dabei keine Rolle. Da wird wieder herumdramatisiert, während Schmitt und Schuster das ganz gelassen gesehen haben: Schmitt machte Fortschritte, sein Einsatz war absehbar, er hat das bestätigt und ist zurecht in der Mannschaft. Ich bin kein persönlicher Schmitt-Fan, aber sportlich fair ist das auf jeden Fall gelaufen.
3. Chapeau!
andydevine 02.01.2013
Seine Interviews künden von einem großartigem Sportsgeist. Ich freue mich für ihn, er ist ein super Typ! Ich wünsche viel Glück und Freude für den Rest der Tournee...
4. Kein X-Beliebiger
MutzurLücke 02.01.2013
Zitat von horstmaAls "aussortiert" habe ich Schmitt nie gesehen, und Schuster hat das nie so formuliert. Im Gegenteil. Warum tut es dann SPON? Es ist nichts Ungewöhnliches, daß man sich nach Verletzung oder bei Formschwäche über den COC wieder heranarbeitet. Ob jemand 18 oder 34 ist, spielt dabei keine Rolle. Da wird wieder herumdramatisiert, während Schmitt und Schuster das ganz gelassen gesehen haben: Schmitt machte Fortschritte, sein Einsatz war absehbar, er hat das bestätigt und ist zurecht in der Mannschaft. Ich bin kein persönlicher Schmitt-Fan, aber sportlich fair ist das auf jeden Fall gelaufen.
Um Schmitt wie jeden Anderen auch zu behandeln, müsste Schuster schon ein Roboter sein - und Gleiches von seiner Mannschaft erwarten. Schmitt ist eine lebende Legende, deren Periode der "Formschwäche" aber allmählich auch schon legendäre Ausmaße annimmt. Er ist "Drama, Drama, Drama". Neben ihm verblassen daher Andere, selbst wenn sie besser springen als er (der starke elfte Platz von Andreas Wank gestern ist dem Autor dieses Artikels hier offenbar auch bereits entfallen). Schmitts Einsatz verändert daher zwangsläufig die Balance im Team. Sportlich gesehen stammt er darüber hinaus aus einer Zeit, in der die Trainer Hess und Steiert hießen, die Springer - im Vergleich zu heute - mehr als Tragegerüst für die aerodynamisch hochwirksame Ausrüstung fungierten und die jetzt üblichen Anlauf- und Aufsprunggeschwindigkeiten allenfalls auf Flugschanzen nötig waren. Der "ideale" Springer dieser Zeit hatte andere physische Voraussetzungen und wurde anders trainiert. Schmitt ist zwar immer noch gut, aber ihm fehlt höchstwahrscheinlich die Anlage, um je wieder dauerhaft Spitze zu werden, auch wenn er vielleicht gerade jetzt, in der besonderen Situation einer Vierschanzentournee, noch dem Nachwuchs Paroli bieten kann. Der Nachwuchs braucht aber die Gelegenheit, diese spezielle Luft auch einmal zu schnuppern. Nicht jeder ist ein Wellinger und besitzt die nötige "Handlungsfähigkeit" (scheinbar Schusters Lieblingswort), um auf einer völlig unbekannten Anlage unter Tourneebedingungen auf Anhieb unter die Top Ten zu springen. Für Schuster stellen sich daher im Fall Schmitt Fragen, die weit über das hinaus gehen, was Schmitt und seine teaminterne Konkurrenz gerade so zusammenspringen. Die "Entscheidung nach dem Leistungsprinzip" ist daher nur die Endphase einer schwierigen Abwägung von Prioritäten. Ich mag Schmitt und gönne ihm auch jeden Erfolg, den er sich noch erkämpfen kann. Aber so ganz Routine ist der Prozess seiner (vorübergehenden?) Wiederaufnahme in den Kader sicher nicht.
5. Wen kratzt das?
lmxlmx 02.01.2013
Schmidt hopst verbissen seit Jahren der Weltelite hinterher und gibt nach den Sprüngenden immergleichen Blech von sich. Bemerkenswert höchstens dass sich mit diesem Langweiler auch nur eine müde Maus beschäftigt!
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Bergisel-Schanze - Innsbruck
imago

Name: Bergisel-Schanze
Ort: Innsbruck
Land: Österreich
Zuschauerplätze: 26.000
Baujahr: 1964
Letzter Umbau: 2001
Schanzenrekord: 134,5 Meter durch Sven Hannawald (Deutschland/2002)

Hier geht's zur offiziellen Homepage

Paul-Ausserleitner-Schanze - Bischofshofen
DPA

Name: Paul-Ausserleitner-Schanze
Ort: Bischofshofen
Land: Österreich
Zuschauerplätze: 35.000
Baujahr: 1941
Letzter Umbau: 2003
Schanzenrekord: 143 Meter durch Daiki Ito (Japan/2005)

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Vierschanzentournee: Sieger seit 2000
Jahr Athlet
2014 Thomas Diethart (AUT)
2013 Gregor Schlierenzauer (AUT)
2012 Gregor Schlierenzauer (AUT)
2011 Thomas Morgenstern (AUT)
2010 Andreas Kofler (AUT)
2009 Wolfgang Loitzl (AUT)
2008 Janne Ahonen (FIN)
2007 Anders Jacobsen (NOR)
2006 J. Ahonen (FIN)/Jakub Janda (CZE)
2005 Janne Ahonen (FIN)
2004 Sigurd Pettersen (NOR)
2003 Janne Ahonen (FIN)
2002 Sven Hannawald (GER)
2001 Adam Malysz (POL)
2000 Andreas Widhölzel (AUT)