Unfall bei der Vierschanzentournee Ammann ist "stabil und ansprechbar"

Sorge um Simon Ammann: Der Skisprung-Star war nach seinem schweren Sturz bei der Vierschanzentournee bewusstlos ins Krankenhaus gebracht worden. Später folgte die Entwarnung der Ärzte: "Er kann alles bewegen."

DPA

Bischofshofen - Der viermalige Skisprung-Olympiasieger Simon Ammann ist beim Abschluss-Springen der 63. Vierschanzentournee in Bischofshofen im zweiten Durchgang schwer gestürzt. Der 33-jährige Schweizer konnte seinen Flug auf der Paul-Ausserleitner-Schanze nach 136 Metern zwar zunächst stehen, verlor unmittelbar nach der Landung aber die Kontrolle und krachte mit voller Wucht kopfüber in den Schnee. Ammann wurde sofort im Auslauf behandelt und der Wettbewerb kurzzeitig unterbrochen.

"Er ist bewusstlos", bestätigte Christian Stahl, der Kommunikationsdirektor des Schweizer Verbandes, unmittelbar nach dem Sturz der "Bild-Zeitung". Der Weltmeister von 2007 wurde mit blutigem Gesicht sofort zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Am Abend entwarnte Kommunikationsdirektor Stahl: "Alles ist stabil, er kann alles bewegen und ist ansprechbar." Einer ersten Diagnose zufolge habe sich Ammann Prellungen und Abschürfungen zugezogen.

Der Sturz geschah vor den Augen seiner Frau Yana und Söhnchen Theodore, die als Zuschauer an der Schanze waren. Der ehemalige Weltmeister war bereits beim Auftaktspringen in Oberstdorf auf ähnliche Weise gestürzt und hatte dadurch die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst.

Es war nicht der erste Zwischenfall in Bischofshofen. Bereits am Montag war der Amerikaner Nicholas Fairall in der Qualifikation zu Fall gekommen. Der 25-Jährige zog sich eine Wirbelsäulenverletzung zu und musste operiert werden. Für Fairall ist die Saison nach dem Crash vorzeitig beendet, wie der US-Verband mitteilte.

mon/sid/dpa



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