Riesenslalom in Semmering Rebensburgs Zauberlauf am Zauberberg

Von Platz zehn auf zwei: Dank einer furiosen Aufholjagd hat Viktoria Rebensburg beim Riesenslalom in Semmering noch einen Podestplatz erreicht. Nur die Slowakin Petra Vlhová war schneller.

Viktoria Rebensburg
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Viktoria Rebensburg


Mit einem beeindruckenden zweiten Lauf hat sich Viktoria Rebensburg beim Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Semmering Platz zwei gesichert. Dabei hatte Rebensburg den ersten Durchgang nach einem Fehler nur auf Platz zehn beendet - um dann zu einer Aufholjagd anzusetzen. Nur Petra Vlhová blieb uneinholbar, im Ziel hatte die Slowakin 0,45 Sekunden Vorsprung. Dritte wurde Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich (+0,60).

Es war wie so oft: Wenn Rebensburg nichts mehr zu verlieren hat, gelingen ihr oft die wundersamsten Dinge. Umgebogen hat sie ein Rennen nach einem reichlich missratenen ersten Lauf schon häufiger, am eindrucksvollsten bei der WM 2015, als sie von Rang elf aus noch zu Silber fuhr.

In Semmering wäre für Rebensburg sogar der Sieg möglich gewesen. Im ersten Lauf hatte sie die beste Zwischenzeit, ehe sie im unteren Teil der Strecke eine Welle übersah und viel Zeit verlor. Rebensburg passierte das Tor nur mit Mühe und wurde auf Platz zehn durchgereicht.

Im Finale fuhr Rebensburg drei Stunden später die beste Zeit aller Fahrerinnen - und wurde am Ende noch Zweite. Hinter Vlhová, die nach vier Slaloms erstmals einen Riesenslalom im Weltcup gewann, und noch vor Mikaela Shiffrin (Platz 5).

Als Führende nach dem ersten Lauf hätte Shiffrin als erste Skirennläuferin 15 Weltcup-Rennen innerhalb eines Kalenderjahres gewinnen können. Eine Chance auf diese historische Leistung hat sie aber noch: Am Samstag findet am Zauberberg noch ein Slalom statt.

tbe/sid/dpa

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