Winterspiele 2026 Auch Österreich zieht Olympiabewerbung zurück

Nächster Rückschlag für das Internationale Olympische Komitee: Nach der Schweiz will auch Österreich nicht die Winterspiele 2026 ausrichten. Die Entscheidung hat zudem Auswirkungen auf den möglichen Austragungsort Deutschland.

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DANIEL KOPATSCH/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

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Österreich wird sich nicht für die Olympischen Winterspiele 2026 bewerben. Rund drei Wochen nach dem Rückzug der Schweiz hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) damit die nächste Absage einer großen Wintersportnation erhalten. Der Grund: Die Bewerber fühlten sich von der Politik des österreichischen Bundeslands Steiermark, wo die potenziellen Ausrichterstädte Graz und Schladming liegen, nicht ausreichend unterstützt. Dies gab Österreichs Nationales Olympia-Komitee (ÖOC) auf seiner Homepage bekannt.

"Mit großem Bedauern" habe man feststellen müssen, "dass ein klares politisches Bekenntnis beziehungsweise eine entsprechende Unterstützung durch die steirische Landesregierung - vom ÖOC von Beginn an als obligatorisch erachtet - bis heute nicht erfolgt ist".

Durch Österreichs Absage kehren die Olympischen Spiele auch definitiv nicht nach Deutschland zurück. Im Gespräch war, dass Teile der Wettbewerbe in Inzell (Eisschnelllauf) und Schönau am Königssee (Bob, Rodeln, Skeleton) ausgetragen werden.

Somit schwinden die Hoffnungen des IOC auf eine Rückkehr der Winterspiele in eine traditionelle Region. Bereits Anfang Juni war die Schweiz mit der Stadt Sion abgesprungen. Die Bewohner im Wallis hatten gegen die Gewährung eines Kredits für die Kandidatur in Höhe von 86 Millionen Euro gestimmt.

Nach dem Rückzug der Österreicher sind noch fünf Länder für 2026 im Rennen: Italien mit den Städten Cortina, Mailand oder Turin, Kanada mit Calgary, Japan mit Sapporo, Schweden mit Stockholm sowie die Türkei mit Erzurum. Die Entscheidung über den Gastgeber der Winterspiele und der Paralympics 2026 fällt im September kommenden Jahres auf der Session des IOC in Mailand.

paw/sid



insgesamt 8 Beiträge
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Daniel 1956 06.07.2018
1.
Ein guter Tag für die Steuerzahler in D, Ö und CH! Mindestens 87 Millionen alleine für die Bewerbung eines der drei Länder, also insgesamt um die 300 Millionen für eine "Bewerbung", ohne Gewähr, daß es auch klappt? In welche Privatschatullen die wohl verschwunden wären?
tomymind 06.07.2018
2.
Alles was gegen solche Vereine aus der Schweiz ist, ist gut! FIFA, UEFA, IOC. gerne auch die Schlupflöcher beim deutschen DFB schliessen.
Stäffelesrutscher 06.07.2018
3.
Ich schlage Katar vor. Die haben genügend Geld, das IOC kann schalten und walten wie es will, aus den Fußballstadien macht man Eislaufarenen und die »alpinen« Wettbewerbe werden auf Sanddünen ausgetragen. Oder das IOC kommt wieder auf normale Spiele zurück. In der Größenordnung Lillehammer.
fixik 06.07.2018
4.
Österreich als große Sportnation zu bezeichnen ist schon mutig. Auch im Wintersport sind die keine große Sportnation. Da würde ich eher an Norwegen, Russland, Deutschland, Kanada, mittlerweile USA denken. Aber Österreich? Wobei es in meinen Augen auch kein wichtiges Kriterium sein darf. Russland ist keine große Fußballnation. Eher Mittelmaß. Vielleicht leichter drüber. Die WM kann die Fußballbegeisterung dort aber erwecken. Aus demselben Grund hatten wir schon mal eine Fußball-WM in USA. In USA hat jetzt zwar keine Fußball-Begeisterung angesetzt, in Russland sehe ich da aber mehr Chancen dazu. Nebenbei konnten sich viele Touristen ein besseres Bild von Russland machen. Da haben ja unsere Medien viele desinformiert. Hier hat die FIFA jetzt bessere Arbeit geleistet als unsere Medien.
denkmamachtnix 06.07.2018
5. Gratuliere!
Das hätte teuer werden können! Dafür gibt‘s halt keine Emotionen. Ach nee, Emotionen war ja Fußball. Was war nochmal bei Winterspielen? Ich komme immer wieder durcheinander...
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