Wintersport: Wolf sprintet aufs Podest

Erfolg für Jenny Wolf: Die deutsche Eisschnellläuferin hat im zweiten Rennen der Saison die erste Podestplatzierung feiern können. Auch Claudia Pechstein wurde Dritte im Massenstart. Bei den Männern landete der deutsche Meister Samuel Schwarz auf dem zehnten Rang.

Eisschnellläuferin Wolf: Platz drei über 500 Meter Zur Großansicht
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Eisschnellläuferin Wolf: Platz drei über 500 Meter

Hamburg - Eisschnellläuferin Jenny Wolf ist zu ihrer ersten Podestplatzierung der Saison gesprintet. Die 33-Jährige musste sich im niederländischen Heerenveen über 500 Meter in 38,14 Sekunden nur knapp der Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa aus Südkorea (37,92 Sekunden) und Heather Richardson aus den USA (38,13) geschlagen geben. Im ersten Rennen am Freitag hatte Wolf wegen eines Patzers am Ausgang der zweiten Kurve eine Spitzenplatzierung verpasst.

Claudia Pechstein sicherte sich im Massenstartrennen den dritten Platz. Die 40-Jährige kam auf 14 Punkte und musste sich damit nur den beiden Niederländerinnen Mariska Huisman (31) und Jorien Ter Mors (15) geschlagen geben. Zuvor hatte Pechstein über 1500 Meter den vierten Platz belegt. In 1:58,03 Minuten zeigte sie sich im Gegensatz zu ihrem elften Platz über 3000 Meter am Freitag deutlich verbessert. Siegerin auf der Mittelstrecke wurde die klar favorisierte Weltmeisterin Christine Nesbitt aus Kanada, die in 1:56,35 Minuten ihren insgesamt 35. Streckensieg im Weltcup erkämpfte.

Bei den Männern landete der deutsche Eisschnelllauf-Meister Samuel Schwarz im ersten 1000-Meter-Rennen der Saison in 1:10,22 Minuten auf dem zehnten Platz. Der Sieg ging in 1:09,43 Minuten an den Kanadier Denny Morrison vor dem finnischen 500-Meter-Sieger Pekka Koskela (1:09,51 Minuten) und dem Niederländer Kjeld Nuis (1:09,53). Olympiasieger Shani Davis aus den USA hatte wegen eines im Training erlittenen Muskelfaserrisses in der Leiste seinen Start abgesagt.

Das deutsche Herren-Trio belegte den sechsten Platz in der Team-Verfolgung. Alexej Baumgärtner, Robert Lehmann und Marco Weber liefen 3:45,96 Minuten und verfehlten damit das Siegerpodest deutlich. Das stärkste Team waren einmal mehr die Niederländer, die sich in 3:39,76 Minuten klar vor Russland und Südkorea durchsetzten.

Skeletonfahrer Alexander Kröckel hat den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere nur knapp verpasst. Der Deutsche musste sich beim zweiten Saisonrennen im amerikanischen Park City als Zweiter dem Favoriten Martins Dukurs aus Lettland um 0,05 Sekunden geschlagen geben. Im zweiten Lauf war Kröckel sogar eine Hundertstelsekunde schneller gewesen als der Weltmeister, der seit zehn Monaten ungeschlagen ist. Platz drei auf der Olympiabahn von 2002 belegte Alexander Tretjakow aus Russland.

Der russische Eisschnelllauf-Meister über 10.000 Meter, Sergej Lisin, wird des Blutdopings mit Epo verdächtigt. Die A-Probe sei positiv ausgefallen, teilte das russische Sport-Komitee mit. Sollte die B-Probe das Ergebnis bestätigen, muss Lisin mit einer Zwei-Jahres-Sperre rechnen. Der 33-jährige Lisin hatte am 27. Oktober bei den russischen Einzelstrecken-Meisterschaften in Kolomna überraschend gewonnen und dabei in 13:23,27 Minuten seine persönliche Bestzeit um 34 Sekunden verbessert.

In Abwesenheit der viermaligen deutschen Eiskunstlauf-Weltmeister Aliona Savchenko und Robin Szolkowy haben die Russen Yuko Kavaguti und Alexander Smirnow den Grand Prix in Paris gewonnen. Die Europameister von 2010 hatten bereits nach dem Kurzprogramm in Führung gelegen und verteidigten ihren Vorsprung trotz einiger Wackler vor den Kanadiern Meagan Duhamel und Eric Radford erfolgreich. Savchenko und Szolkowy hatten ihren Start wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung von Savchenko abgesagt.

bka/sid/dpa

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