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Wintersport: Biathletinnen Preuß und Hildebrand erfüllen Olympia-Norm

Einen Podestplatz haben die deutschen Biathletinnen beim Weltcup-Sprint in Le Grand-Bornand verpasst. Franziska Preuß und Franziska Hildebrand schafften aber die Olympia-Norm. Maria Höfl-Riesch verfehlte in St. Moritz eine Top-Platzierung, Stefan Luitz wurde in Val d'Isère überraschend Dritter.

Biathletin Hildebrand: Sechster Platz in Le Grand-Bornand Zur Großansicht
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Biathletin Hildebrand: Sechster Platz in Le Grand-Bornand

Hamburg - 50 Schuss, 47 Treffer: Die deutschen Biathletinnen haben beim Weltcup-Sprint von Annecy/Le Grand-Bornand ihre Schießstärke bewiesen. Für einen Podestplatz reichte es zwei Tage nach dem Staffelsieg im Einzelkampf trotz der Treffsicherheit aber nicht. Franziska Preuß und Franziska Hildebrand wurden beim zweiten Weltcupsieg der Schweizerin Selena Gasparin mit der selben Zeit Sechste und erfüllten damit beide die Olympia-Norm.

Wie das Duo überzeugte das gesamte Damen-Team mit einer guten Leistung. Die ebenfalls fehlerfrei gebliebene Laura Dahlmeier wurde Zehnte. Andrea Henkel (ein Fehler) lief auf Rang 13. Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle (2) kam als 38. ins Ziel. Miriam Gössner war wegen den Nachwirkungen ihrer Rückenverletzung nicht angetreten. Den ersten Podestplatz des Olympia-Winters in einem Einzelrennen wollen die deutschen Biathletinnen am Sonntag (11.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ZDF und Eurosport) in der Verfolgung in Angriff nehmen.

Bei den Männern verpasste Simon Schempp im Sprint den Sprung auf das Podest knapp. Der 25-Jährige wurde über die zehn Kilometer ohne Schießfehler Fünfter und hatte am Ende nur 2,5 Sekunden Rückstand auf den drittplatzierten Martin Fourcade (ein Fehler) aus Frankreich. Seinen ersten Weltcupsieg sicherte sich der Norweger Johannes Thingnes Bö vor dem ebenfalls fehlerfrei gebliebenen Tschechen Ondrej Moravec. Erik Lesser belegte einen Tag nach Platz zwei in der Staffel Rang neun.

Höfl-Riesch fährt in St. Moritz auf den siebten Platz

Maria Höfl-Riesch hat eine Woche nach ihren beiden Siegen in den USA eine weitere Top-Platzierung verpasst. Beim Super-G in St. Moritz kam die Doppel-Olympiasiegerin auf Rang sieben. Teamkollegin Veronique Hronek war 78 Hundertstelsekunden langsamer und fuhr beim ersten Saisonsieg der Liechtensteinerin Tina Weirather in die Top 20. Auf den weiteren Podestplätzen landeten die beiden Österreicherinnen Anna Fenninger und Elisabeth Görgl.

Ski-Rennläufer Stefan Luitz hat beim Weltcup-Riesenslalom im französischen Val d'Isère indes einen hervorragenden dritten Rang belegt. Luitz sicherte sich beim 20. Weltcup-Sieg von Marcel Hirscher aus Österreich die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Sotschi, ebenso wie Fritz Dopfer, der Rang zehn belegte. Zweiter mit 0,76 Sekunden Rückstand auf Hirscher wurde Thomas Fanera aus Frankreich.

Bing in Davos auf Rang 14

Beim Langlauf-Weltcup in Davos gab es eine Überraschung: Der Franzose Maurice Manificat kam über 30 Kilometer in der freien Technik nach 1:05:10,8 Stunden als Erster ins Ziel und verwies den Norweger Chris Andre Jespersen mit 3,3 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Mit Platz drei und 14,9 Sekunden Rückstand verteidigte dessen Teamkollege Martin Sundby die Führung im Gesamtklassement. Von den deutschen Startern überzeugte vor allem Thomas Bing. Er kam 1:10,7 Minuten hinter dem Sieger als 14. ins Ziel und erfüllte damit die halbe Olympia-Norm.

Die Langläuferinnen haben dagegen eine Enttäuschung erlebt. Einzig Katrin Zeller gelang mit Platz 27 noch der Sprung in die Punkteränge. Die zweimalige Olympiasiegerin Claudia Nystad lief knapp an einem Weltcup-Punkt vorbei, schaffte als 31. aber ihr bestes Ergebnis nach ihrem Comeback. Ihren 62. Weltcup-Sieg feierte Norwegens Topstar Marit Björgen. Die zwölfmalige Weltmeisterin setzte sich mit nach 35:34,4 Minuten mit 13,0 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Therese Johaug durch.

Deutsche Kombinierer geschlagen

Die Norweger Jörgen Graabak und Mikko Kokslien haben im österreichischen Ramsau den Team-Sprint beim Weltcup in der Nordischen Kombination gewonnen. Nach dem Springen und dem 2x7,5-Kilometer-Lauf hatten sie 8,2 Sekunden Vorsprung auf ihre Teamkollegen Magnus Krog und Havaard Klemetsen.

Rang drei sicherten sich die Italiener Samuel Costa/Alessandro Pittin, die 8,8 Sekunden Rückstand hatten. Das beste deutsche Team mit Johannes Rydzek und Eric Frenzel kam 12,8 Sekunden nach den Siegern als Fünfte ins Ziel. Tobias Haug und Tino Edelmann beendeten das Rennen auf Platz zehn.

Freund Fünfter beim Skispringen

Ausgerechnet beim Heim-Weltcup in Titisee-Neustadt haben die deutschen Skispringer erstmals im Olympia-Winter einen Podestplatz verpasst. Als bester DSV-Adler landete Severin Freund auf dem fünften Rang. Der 25-Jährige sprang 144 und 137,5 Meter weit. Richard Freitag belegte mit Weiten von 137,5 und 137 Meter den neunten Platz. Den Sieg sicherte sich Thomas Morgenstern. Der Österreicher verwies mit 143,5 und 139 Metern den Polen Kamil Stoch und Simon Ammann aus der Schweiz auf die weiteren Podestplätze.

Florschütz verpasst das Podest

Bobpilot Thomas Florschütz hat mit Anschieber Kevin Kuske den ersten deutschen Weltcup-Sieg der Olympiasaison verpasst. Beim zweiten Zweier-Rennen in Lake Placid lag der WM-Dritte nach einem starken zweiten Lauf lange vorne, wurde am Ende aber noch von drei amerikanischen Teams abgefangen und mit 69 Hundertstel Rückstand auf Seriensieger Steven Holcomb Vierter.

buc/dpa/sid

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Biathlon: Gewinnerinnen Gesamt-Weltcup
Jahr Name (Land)
2014 Kaisa Mäkäräinen (Finnland)
2013 Tora Berger (Norwegen)
2012 Magdalena Neuner (Deutschland)
2011 Kaisa Mäkäräinen (Finnland)
2010 Magdalena Neuner (Deutschland)
2009 Helena Jonsson (Schweden)
2008 Magdalena Neuner (Deutschland)
2007 Andrea Henkel (Deutschland)
2006 Kati Wilhelm (Deutschland)
2005 Sandrine Bailly (Frankreich)
2004 Liv Greté Poirée (Norwegen)
2003 Martina Glagow (Deutschland)
2002 Magdalena Forsberg (Schweden)
2001 Magdalena Forsberg (Schweden)
2000 Magdalena Forsberg (Schweden)

Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

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