Slalom in Semmering Ein Rennen, zwei Rekorde - Shiffrins historischer Tag

Mikaela Shiffrin hat den Weltcup-Slalom in Semmering gewonnen, es war ihr fünfzehnter Sieg in diesem Kalenderjahr - das hat noch keine Fahrerin geschafft. Dabei hätte Shiffrin beinahe das Startsignal überhört.

Mikaela Shiffrin
CHRISTIAN BRUNA/EPA-EFE/REX

Mikaela Shiffrin


Mikaela Shiffrin hat das Jahr 2018 mit ihrem 51. Weltcup-Sieg beendet. Beim Slalom im österreichischen Semmering siegte sie mit einem Vorsprung von 0,29 Sekunden vor Petra Vlhová, Platz drei sicherte sich Wendy Holdener aus der Schweiz (+0,38 Sekunden). Damit hat Shiffrin 15 Weltcup-Rennen in einem Jahr gewonnen - das hat vor ihr noch niemand geschafft.

Es sollte nicht der einzige Rekord bleiben, den Shiffrin in diesem letzten Rennen des Jahres brach. Sie hat nun elf der zwölf vergangenen Slalom-Rennen gewonnen, insgesamt steht sie bei 36 Siegen in ihrer Kerndisziplin. Damit übernahm sie den Rekord von Marlies Schild, die inzwischen verheiratet ist und Raich heißt. "Sie ist mein größtes Idol neben Bode Miller. Als ich jung war, wollte ich die beste Skifahrerin der Welt werden. Ich habe immer Marlies beobachtet", sagte Shiffrin im ORF. "Ich habe den Rekord gebrochen, aber für mich hat sie diesen Rekord für immer."

Beinahe wäre es dazu zumindest an diesem Tag gar nicht gekommen. "Ich hätte fast meinen Start verpasst, unglücklich", sagte Shiffrin, die das Signal überhört hatte. Dass sie das Rennen dennoch gewann, ist auch ein Zeichen ihrer Dominanz im Slalom. Denn Shiffrin ist erst 23 - man vergisst das manchmal. In 144 Weltcup-Rennen fuhr sie zu 71 Podestplätzen und 51 Siegen. Die Quote, mit der sie einen Wettkampf als eine der drei besten Fahrerinnen beendet, liegt bei 49,3 Prozent. Mehr als ein Drittel ihrer Rennen gewinnt Shiffrin - eine derart dominante Skirennfahrerin in ihrem Alter gab es noch nie.

Besser als Vonn im gleichen Alter

Lindsey Vonn, die derzeit bei 82 Siegen steht und in diesem Winter noch den Rekord von Ingemar Stenmark mit 86 Erfolgen überbieten will, brauchte für ihre ersten 50 Weltcupsiege mehr als sieben Jahre - und war bei Nummer 50 bereits 27 Jahre alt. Shiffrin knackte die 50 vor Weihnachten mit nur 23 Jahren.

Sogar die Punktebestmarke der Slowenin Tina Maze aus der Saison 2013 mit 2414 Zählern scheint nicht mehr völlig ausgeschlossen. "Das ist kein Ziel und ich glaube nicht, dass ich das schaffen kann. Sie hatte da eine unfassbare Saison und war in fast jedem Rennen am Start", sagte Shiffrin. Ins Jahr 2019 geht sie bereits mit 1034 Punkten und einem Vorsprung von 466 Zählern auf Rang zwei.

Beste Deutsche auf dem Zauberberg wurde überraschend die 21 Jahre alte Jessica Hilzinger. Sie kam auf Platz 22 und sammelte erst zum vierten Mal in ihrer Karriere Weltcup-Punkte. Lena Dürr fuhr auf Platz 24 und verpasste damit wohl die Qualifikation für den Wettbewerb am Neujahrstag in Oslo. Als 17. der Slalom-Wertung muss sie darauf hoffen, dass genügend vor ihr platzierte Fahrerinnen auf einen Start in Norwegen verzichten. Christina Geiger schied nach Rang sieben im ersten Lauf aus und muss weiter auf die WM-Qualifikation warten.

tbe/sid

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Rüdiger IHLE, Dresden 30.12.2018
1. Wirklich höchst beeindruckend, was diese junge Spotlerin ..
in ihrem Alter schon erreicht hat ! .. und wenn sie irgendwann mal ihre Karriere beendet haben wird, dann ist ihr ein Platz im Olymp der Wintersportler schon jetzt sicher ! .. neben solchen Größen wie Ingemar Stenmark und Alberto Tomba ( la bomba ... ) .. und wenn sie gesund bleibt ... wahrscheinlich noch über diesen ...
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