Wintersport: DSV-Springer enttäuschen beim Weltcup-Finale

Skispringer Freund: Bester DSV-Athlet in Planica Zur Großansicht
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Skispringer Freund: Bester DSV-Athlet in Planica

Zum Abschluss der Saison haben die deutschen Skispringer eine Spitzenplatzierung beim Weltcup in Planica deutlich verpasst. Severin Freund flog als bester DSV-Athlet nur auf Platz neun. Den Sieg sicherte sich der Slowene Jurij Tepes.

Hamburg - Severin Freund ist beim Saisonfinale im slowenischen Planica auf den neuten Platz gesprungen. Der 24-Jährige erreichte beim Skiflug-Weltcup Weiten von 206,5 und 205,5 Metern. Den letzten Saisonsieg sicherte sich der Slowene Jurij Tepes (217/214 Meter). Zweiter wurde der Norweger Rune Velta (207,5/217,5) vor Peter Prevc aus Slowenien (218,0/212,5).

Michael Neumayer belegte mit 209 und 204,5 Metern den zehnten Rang. Richard Freitag kam mit 202,5 und 183,5 Metern auf den 20. Platz. Andreas Wank stürzte im Finale und wurde Letzter. Den Gesamtweltcup hat sich Gregor Schlierenzauer aus Österreich vor dem Norweger Anders Bardal und Kamil Stoch aus Polen gesichert.

Die Norwegerin Marit Björgen hat den Langlauf-Weltcup der Damen im schwedischen Falun gewonnen. Im letzten Saison-Wettbewerb, dem Zehn-Kilometer-Verfolgungsrennen im freien Stil, kam die viermalige Weltmeisterin nach 26:39,6 Minuten ins Ziel und verwies ihre Teamkollegin Therese Johaug mit 49,3 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Dritte wurde die Schwedin Charlotte Kalla mit einem Rückstand von 1:11,7 Minuten. Beste Deutsche war Katrin Zeller auf Platz zwölf. Nicole Fessel belegte Rang 23. Die Polin Justyna Kowalczyk stand vor dem letzten Rennen als Weltcup-Gesamtsiegerin bereits fest.

Bei den Männern war der Norweger Petter Northug erfolgreich. Der neunmalige Weltmeister entschied in Falun zum Saisonabschluss das 15 Kilometer-Jagdrennen für sich und gewann auch den Gesamtweltcup der Skilangläufer. Northug sorgte in 35:48,3 Minuten gemeinsam mit Finn Haagen Krogh (+ 0,7 Sekunden) und Martin Johnsrud Sundby (+ 1,8) im letzten Rennen des Winters für einen dreifachen norwegischen Erfolg. Bester Deutscher wurde Tim Tscharnke mit einem Rückstand von 2:01,4 Minuten auf Rang 14.

Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin Claudia Nystad hat ihr internationales Comeback gegeben. Im österreichischen Obertilliach kam die 35-Jährige beim 15-Kilometer-Freistilrennen mit Massenstart auf Rang vier und sicherte sich damit wertvolle Punkte, um in der kommenden Saison im Ski-Weltcup startberechtigt zu sein. Nystad hatte im Juni 2010 ihren Rücktritt vom Leistungssport verkündet. Das Ziel ihres Comebacks ist die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014.

Eissprinterin Jenny Wolf hat bei der Einzelstrecken-WM im russischen Sotschi über 500 Meter eine Medaille knapp verpasst. Die viermalige Weltmeisterin musste sich nach zwei Läufen mit 0,05 Sekunden Rückstand und 76,144 Punkten mit dem vierten Platz begnügen, nachdem sie zur Halbzeit noch auf dem Bronzerang gelegen hatte. Der Sieg ging an Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Lee Sang-Hwa aus Südkorea (75,34 Punkte) vor Beixing Wang aus China (76,03) und der russischen 1000-Meter-Weltmeisterin Olga Fatkulina (76,08). Judith Hesse erreichte den zwölften Platz (77,173), Jennifer Plate kam auf Rang 17 (77,810). Damit bleibt Claudia Pechstein einzige deutsche Medaillengewinnerin auf einer Einzelstrecke in Sotschi.

joe/dpa/sid

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1. Enttäuschung?
derandersdenkende 24.03.2013
Zitat von sysopZum Abschluss der Saison haben die deutschen Skispringer eine Spitzenplatzierung beim Weltcup in Planica deutlich verpasst. Severin Freund flog als bester DSV-Athlet nur auf Platz neun. Den Sieg sicherte sich der Slowene Jurij Tepes. Wintersport: Skispringer Freund nur Neunter - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/wintersport/wintersport-skispringer-freund-nur-neunter-a-890644.html)
Nein, dazu haben sie uns viel zu schöne Wettkämpfe beschert. Und das mit dem Sieger-Gen in entscheidenden Wettkämpfen kommt auch noch. Ein Wunsch noch an die Punktrichter. Im Mittelpunkt der Wettbewerbe sollten die Springer stehen, aber nicht selten haben falsche Entscheidungen von Punktrichtern Einfluß auf die Platzierungen genommen. Dies war die einzige Enttäuschung für mich in diesem Ski-Sprung-Winter!
2. die leistungen der deutschen springer,
viceman 24.03.2013
Zitat von sysopZum Abschluss der Saison haben die deutschen Skispringer eine Spitzenplatzierung beim Weltcup in Planica deutlich verpasst. Severin Freund flog als bester DSV-Athlet nur auf Platz neun. Den Sieg sicherte sich der Slowene Jurij Tepes. Wintersport: Skispringer Freund nur Neunter - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/wintersport/wintersport-skispringer-freund-nur-neunter-a-890644.html)
die bezeichnung adler erspare ich mir , kann man nur mit "enttäuschend" beschreiben. wenn man die lange tradition der deutschen sportler sieht-v.a. der aus der ddr - ist das abschneiden JÄMMERLICH. hauptsache man tönte vorher in der hörigen pressen von wegen dieses jahr schaffen wir es. nichts hat man davon halten können, nicht gerissen bei der 4 schanzen tournee und ansonsten ein paar gute ergebnisse bei 2-rangigen weltcupspringen , so stirbt eine lange skisprungtradition. woran das wohl liegt?
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Die ewige Siegerrangliste im Skisprung-Weltcup
  • AP
    1. Gregor Schlierenzauer (Österreich) 50

    2. Matti Nykänen (Finnland) 46

    3. Adam Malysz (Polen) 39

    4. Janne Ahonen (Finnland) 36

    5. Jens Weißflog (Oberwiesenthal) 33

    6. Martin Schmitt (Furtwangen) 28

    7. Andreas Felder (Österreich) 25

    8. Thomas Morgenstern (Österreich) 22

    9. Simon Ammann (Schweiz)/Andreas Goldberger (Österreich) beide 20

    11. Sven Hannawald/Andreas Widhölzl (Österreich) beide 18

Fotostrecke
Skispringer Schlierenzauer: König von vier Schanzen
Vierschanzentournee: Sieger seit 2000
Jahr Athlet
2014 Thomas Diethart (AUT)
2013 Gregor Schlierenzauer (AUT)
2012 Gregor Schlierenzauer (AUT)
2011 Thomas Morgenstern (AUT)
2010 Andreas Kofler (AUT)
2009 Wolfgang Loitzl (AUT)
2008 Janne Ahonen (FIN)
2007 Anders Jacobsen (NOR)
2006 J. Ahonen (FIN)/Jakub Janda (CZE)
2005 Janne Ahonen (FIN)
2004 Sigurd Pettersen (NOR)
2003 Janne Ahonen (FIN)
2002 Sven Hannawald (GER)
2001 Adam Malysz (POL)
2000 Andreas Widhölzel (AUT)

Vierschanzentournee: Rekordsieger
Athlet Land Siege
Janne Ahonen Finnland 5 (1999, 2003, 2005, 2006, 2008)
Jens Weißflog Deutschland 4 (1984, 1985, 1991, 1996)
Björn Wirkola Norwegen 3 (1967, 1968, 1969)
Helmut Recknagel Deutschland 3 (1958, 1959, 1961)
Jochen Danneberg Deutschland 2 (1976, 1977)
Veikko Kankkonen Finnland 2 (1964, 1966)
Matti Nykänen Finnland 2 (1983, 1988)
Andreas Goldberger Österreich 2 (1993, 1995)
Hubert Neuper Österreich 2 (1980, 1981)
Ernst Vettori Österreich 2 (1986, 1987)
Gregor Schlierenzauer Österreich 2 (2012, 2013)