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Wintersport: Hermann fährt zu WM-Gold im Skeleton

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AP/dpa

Skeleton-Pilotin Hermann: Bejubelt ihren ersten WM-Sieg

Erstmals in ihrer Karriere konnte sich Skeleton-Pilotin Tina Hermann zur Weltmeisterin krönen. Beim Rodeln gab es zum Weltcupfinale einen deutschen Doppelsieg, die Langläufer hatten wenig Grund zum Jubeln.

Tina Hermann hat die Weltmeisterschaft im Skeleton gewonnen und damit für den größten deutschen Erfolg seit fünf Jahren gesorgt. Die 23-Jährige sicherte sich bei der WM in Igls nach vier Läufen Gold und verwies die österreichische Lokalmatadorin Janine Flock und Jelena Nikitina aus Russland auf die Plätze.

"Das ist einfach Wahnsinn", sagte Hermann: "Der letzte Lauf ist mir noch einmal gelungen. Als ich aus Kurve neun kam, wusste ich, ich habe das Ding. Danach habe ich zwar noch einen Fehler eingebaut, aber egal. Das ist Hammer, ich kann es gar nicht beschreiben." Sophia Griebel aus Suhl, zur Halbzeit als Dritte noch auf Medaillenkurs, folgte auf dem siebten Platz, Jacqueline Lölling beendete den Wettkampf als Neunte.

Bei den Rodlerinnen behielt Tatjana Hüfner auch im letzten Rennen der Saison gegen Dauerrivalin Natalie Geisenberger die Oberhand. Hüfner gewann das Weltcupfinale in Winterberg und verwies Olympiasiegerin Geisenberger um mehr als ein Zehntel auf den zweiten Platz. Den Erfolg im Gesamtweltcup hatte Geisenberger allerdings schon vor dem Rennen sicher gehabt.

Bei den Doppelsitzern standen Tobias Wendl und Tobias Arlt bereits vor dem Rennen als Weltcup-Gesamtsieger fest. Die Olympiasieger und Weltmeister landeten in Winterberg auf dem Silberrang, das deutsche Duo aus Toni Eggert und Sascha Benecken stellte im ersten Lauf einen neuen Bahnrekord auf und siegte am Ende deutlich vor Wendl und Arlt. Robin Geueke und David Gamm kamen auf ihrer Heimbahn als Fünfte ins Ziel.

Die deutschen Skilangläufer konnten beim Weltcup-Sprint im finnischen Lahti hingegen nicht für positive Schlagzeilen sorgen. Beim norwegischen Doppelsieg von Maiken Caspersen Falla und Emil Iversen sorgte Hanna Kolb als Zwölfte für das beste deutsche Ergebnis auf der WM-Strecke des kommenden Jahres. In der Männerkonkurrenz verpasste Markus Weeger als 34. knapp den Sprung ins Viertelfinale. Das Finale ohne deutsche Beteiligung gewann Iversen vor seinen Teamkollegen Finn Hagen Krogh und Rekordweltmeister Petter Northug.

Francesco Friedrich steht im Bob vor seinem ersten WM-Titel im Vierer. Eine Woche nach seinem WM-Hattrick im Zweierbob liegt der 25-Jährige bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck/Igls auch im Viererbob nach zwei von vier Läufen vorn. Zur Halbzeit rangieren Friedrich und seine Teamkollegen Candy Bauer, Gregor Bermbach und Thorsten Margis 27 Hundertstelsekunden vor Nico Walther. Dritter ist der Russe Alexander Kasjanow. Die Grundlage zur Führung hatte Friedrich mit dem Bahnrekord im ersten Durchgang gelegt.

Titelverteidiger Maximilian Arndt patzte mit seiner Crew im ersten Lauf beim Einsteigen und verlor wertvolle Zeit am Start. Er ist vor den abschließenden zwei Läufen am Sonntagnachmittag Sechster. Junioren-Weltmeister Johannes Lochner liegt als Achter mit 17 Hundertstelsekunden Rückstand auf Bronze ebenfalls noch in Schlagdistanz zu den Medaillen.

lst/sid/dpa

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