Putin nach IOC-Beschluss Russland verzichtet auf Olympia-Boykott

"Wir werden bestimmt keinen Boykott verkünden": Wladimir Putin möchte nicht verhindern, dass russische Athleten bei den Olympischen Winterspielen unter neutraler Flagge antreten können.

Wladimir Putin
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Wladimir Putin hat einen Boykott der Olympischen Winterspiele von Pyeongchang (09. bis 25. Februar) durch sein Land ausgeschlossen. "Wir werden bestimmt keinen Boykott verkünden", sagte Russlands Staatspräsident.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte das russische NOK am Dienstagabend wegen systematischen Dopings von den Spielen in Südkorea ausgeschlossen, sauberen Sportlern aber unter bestimmten Bedingungen einen Start unter neutraler Flagge in Aussicht gestellt.

"Wir werden unsere Olympioniken nicht daran hindern, am Wettbewerb teilzunehmen", sagte Putin während einer Ansprache in einem Automobilwerk in Nischni Nowgorod. Zuvor hatte er angekündigt, auch im kommenden Jahr als Präsidentschaftskandidat antreten zu wollen.

Nach dem Beschluss des IOC hatte es heftige Reaktionen aus Russland gegeben: "Ich möchte nicht, dass Kinder Sportler aus Russland mit fremder Flagge und ohne Hymne sehen. Das ist eine Erniedrigung für das ganze Land", hatte Piotr Tolstoj, stellvertretender Duma-Vorsitzender und Mitglied der Kremlpartei "Einiges Russland", in einem der reichweitenstärksten Kanäle des Landes gesagt.

bam/sid



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