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Bloß nicht übertreiben!

Tipps zum richtigen Saunen

Sie glauben, in 95 Grad heißen Räumen fängt ihr Blut an zu kochen und der Kreislauf bricht zusammen? Sie fürchten chronischen Flüssigkeitsverlust und hochrote Köpfe? Niemand wird Sie je dazu bringen, splitterfasernackt in vereiste Seen zu springen? Macht nichts. Es geht auch anders. Entspannter.



Die Finnen nehmen schon Babys mit in die Sauna - in Deutschland gehen Knirpse in der Regel im Alter von drei Jahren das erste Mal schwitzen
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Die Finnen nehmen schon Babys mit in die Sauna - in Deutschland gehen Knirpse in der Regel im Alter von drei Jahren das erste Mal schwitzen

Die Vorteile sind einfach zu verlockend: Regelmäßiges Saunen verbessert die Durchblutung, normalisiert den Kreislauf, pusht Ihren Stoffwechsel und stärkt die Abwehrkräfte. Ade Schnupfen, good bye Körpergifte, hallo gute Laune! Der Wechsel von Warm- und Kaltreizen auf den Körper entspannt Psyche und Muskulatur gleichermaßen und macht irgendwie glücklich.

Leider nicht alle Menschen: Es gibt Erkrankungen, bei denen der Arzt vom Dampfbad abraten oder sogar dringend warnen muss: Bei Epilepsie, Herz-, Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen sowie akuten Entzündungen oder beginnenden Krankheiten sollte der Saunagang vermieden werden. Für alle anderen Anhänger des Schweiß treibenden Hobbys gilt: Tief durchatmen und relaxen. Hier die Tipps des Vereins "Deutscher Saunabund" für ein erfolgreiches und entspanntes Schwitzen:



Oberste Priorität hat Ihr persönliches Wohlbefinden! Wenn Sie sich unwohl fühlen, verlassen Sie die Kabine, auch wenn Freunde oder andere Besucher länger in der Hitze ausharren. Gerade Anfänger sollten langsam herausfinden, welches die für sie ideale Aufenthaltszeit ist.

Entspannung braucht Zeit, die Sie sich nehmen sollten. Ein vollständiges Saunabad dauert ungefähr zwei Stunden. Üppige Mahlzeiten vor dem Saunen sind ebenso unangebracht, wie mit leerem Magen das Dampfbad zu benutzen.

Nehmen Sie zunächst eine Dusche und trocknen Sie sich danach gut ab - trockene Haut fördert die Schweißbildung. Auch ein warmes Fußbad vor der Sauna regt das Schwitzen zusätzlich an.

In der Sauna legen Sie Ihr Liegetuch unter den ganzen Körper. Acht bis 15 Minuten auf der mittleren oder oberen Bank reichen in der Regel, um ein intensive Wirkung zu erzielen. Damit der Kreislauf nicht schlapp macht, sollten Sie vor dem Aufstehen zwei Minuten aufrecht sitzen. Während des Saunabades sollten Sie besser nichts trinken, da sonst der Effekt des Entschlackens weitgehend unterbleibt.

Springen Sie nach dem Saunen nicht sofort unter die Dusche oder ins Tauchbecken! Weil der Körper jetzt dringend Sauerstoff braucht, sollten Sie sich zunächst an der frischen Luft abkühlen. Erst danach mit einem Kneippschlauch abgießen oder unter der Schwallbrause abkühlen. Falls Sie das Tauchbecken benutzen, denken Sie daran, vorher den Schweiß abzuspülen.

Nach der Abkühlung bewirken warme Fußbäder ein wohliges Gefühl. Erneute Kaltwasseranwendungen trainieren die Blutgefäße und erhöhen die Widerstandsfähigkeit Ihres Körpers.

Alle folgenden Saunagänge führen Sie wie den ersten durch. In der Regel reichen drei Gänge, um einen positiven Effekt auf Stoffwechsel, Kreislauf und Abwehrkräfte zu erzielen. Alles was darüber hinausgeht, steigert die Wirkung der Sauna auf ihre Gesundheit nicht mehr.

Um die positive Wirkung der Sauna auf Körper und Seele beizubehalten und ungünstige Kreislaufreaktionen zu vermeiden, sollte Sie nach der Sauna auf sportliche Betätigungen verzichten. Mit einer Massage können Sie zwischen den Saunagängen oder danach die entspannende Wirkung noch verstärken. Danach ab in den Ruheraum: Hinlegen, in eine Decke kuscheln, lesen oder einfach dösen.

Durch das Saunen verliert der Körper etwa eineinhalb Liter Flüssigkeit. Mineralwasser, Obstsäfte oder Apfelschorle gleichen den Magnesium- und Kaliumhaushalt wieder aus.

Weiter Informationen gibt es beim:
Deutscher Saunabund e.V.
Tel.: 0521 96679-0
Fax: 0521 96679-19
www.sauna-bund.de


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