Das Viertel rottete vor sich hin und verkam immer mehr zum Großstadt-Ghetto. Wer konnte, zog weg. Wer blieb, gehört überwiegend zu den Verlierern der Gesellschaft. Jetzt will die Stadt Bremen zumindest einen Teil der Häuser renovieren, um neue Mieter anzulocken und dem Stadtteil sein Ghetto-Image zu nehmen. Als erstes werden neue Toiletten, Küchen und Bäder eingebaut. Doch der ohrenbetäubende Lärm und der alles überdeckende Staub lässt die Hochhausbewohner fast verzweifeln. Zudem müssen sie sich für eine Woche zwei Duschen und eine Toilette teilen. Da ist Ärger vorprogrammiert. Aber auch die Handwerker zeigen Nerven. Sie finden völlig verdreckte WCs und Küchen vor und Menschen, die einfach die Tür nicht öffnen, wenn bei ihnen renoviert werden soll.
SPIEGEL TV Extra hat diesen Sanierungsprozess im gesellschaftlichen Abseits über mehrere Wochen beobachtet.
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