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Der Untergang von Wilhelmsburg Hamburgs Sturmflut 1962

Die Sturmflut von 1962: Hamburgs größte Flutkatastrophe
Fotos
dpa

Was in der Nacht zum 17. Februar 1962 passierte, hatten sich die Bewohner von Hamburg-Wilhelmsburg einfach nicht vorstellen können: Ein tagelanger, schwerer Orkan aus nordwestlicher Richtung drückte immer mehr Wasser in die Elbe, bis die Deiche des auf der größten Flussinsel Europas liegenden Stadtteils schließlich brachen.

Eine gewaltige Flutwelle zerstörte vor allem die zahlreichen Kleingartenkolonien und ließ den Bewohnern kaum eine Chance. Die meisten der über 300 Toten gab es in diesen Behelfsheimen - bewohnt vor allem von ausgebombten Opfern der Luftangriffe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Mit größtenteils unveröffentlichtem Filmmaterial, Amateuraufnahmen, seltenen Fotografien und Interviews mit Zeitzeugen zeichnen die SPIEGEL-TV-Autoren Bernd Jacobs und Michael Kloft die schlimmste Flutkatastrophe Deutschlands noch einmal nach.

Eine wichtige Rolle bei der Bewältigung dieser Tragödie spielte der damalige Polizeisenator der Hansestadt - Helmut Schmidt - später fünfter Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Indem er Gesetze und Verordnungen ignorierte und bei der Evakuierung des untergegangen Stadtteils auch Soldaten der Bundeswehr und ihrer Nato-Partner einsetzte, schuf er ein Vorbild für spätere Katastrophen-Einsatzpläne in Deutschland.

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