Fotostrecke Monument gigantomanischen Denkens: Die Moskauer Metro

Geschätzte 86 Milliarden Fahrgäste in den letzten 60 Jahren, noch immer neun Millionen Passagiere pro Tag: Die Moskauer Metro transportiert schier unglaubliche Menschenmengen von A nach B – und das im Dreivierteltakt. Obwohl der Minimal-Intervall zwischen zwei Zügen bei 85 Sekunden liegt, wartet der gestresste Großstädter bisweilen tatsächlich nur 45 Sekunden auf den nächsten Zug.


Rote Nelken: Ein Veteran des "Großen Vaterländischen Krieges" hat in Erinerung an seinen Einsatz für die UdSSR den obligatorischen Blumenstrauß überreicht bekommen Cnovym godom! Eine Moskauerin tanzt in der Nacht zum Neuen Jahr in einem U-Bahn-Waggon 21. März 2000: Unberührt von der Betriebsamkeit des Metro-Alltags wirbt Putin noch fünf Tage vor seiner Wahl von der Mauer herab für sich und seine Partei
Die Rente reicht nie: Ohne familiäre Unterstützung ist das Überleben in der nach Tokio zweitteuersten Stadt der Welt nahezu unmöglich Mosaikverzierte Decke der nach dem gleichnamigen Revolutions-Poeten benannten Metro-Station "Majakowskaja" In den über- und unterirdisch gelegenen Kiosken, die in fast allen Moskauer Metro-Stationen zu finden sind, gibt es von der Zeitung über Brot, Kleidung und Hifi-Geräte nahezu alles zu kaufen.
Metro-Station Kievskaja: Das Mosaik zeigt eine Szene vom "Tag des Sieges", der alljährlich am 9. Mai anlässlich des Sieges der UdSSR über den Faschismus in ganz Russland gefeiert wird. Hammer, Sichel, Sowjetstern: Mosaiken im Stil des sozialistischen Realismus gibt es in der ehemaligen UdSSR zuhauf. Metro-Stationen wie die hier gezeigte "Novoslobodskaja" waren für Stalin und seine Nachfolger immer auch öffentliche Demonstration der schöpferischen und technologischen Allmacht des Systems. "Komsomolskaja": Bronzestatuen, Marmorsäulen und Mosaiken verwandeln Haltestellen in unterirdische Paläste.



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