Häuserkampf: Wenn Mieter auf Spekulanten treffen

Niedrige Zinsen und die Wirtschaftskrise treiben Scharen von Investoren in deutsche Immobilien. Hierzulande, so hoffen Privatanleger wie Verwalter internationaler Fonds, ist der Euro noch sicher.

Sendetermin: Montag, 11.06.2012, 23.00 - 23.30 Uhr, Sat.1
Miethäuser im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg: Saniert und modernisiert Zur Großansicht
DPA

Miethäuser im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg: Saniert und modernisiert

Nach Schätzungen der Bundesbank verteuerten sich Wohnimmobilien in Städten im vergangenen Jahr durchschnittlich um fünf Prozent. Besonders hart traf es Hamburg und Berlin: Dort wurde in Spitzenlagen bis zu 45 Prozent mehr bezahlt.

Schuld sind auch veränderte Wohntrends. Familien ziehen in die Stadt zurück oder gar nicht erst weg, alte Menschen schätzen Kultur und die medizinische Versorgung in den Metropolen. Und alle wollen möglichst viel Platz in zentraler Lage. Wer dort noch niedrige Mieten bezahlt, gerät ins Visier der Spekulanten. Im Kampf um die Rendite gehören zugemauerte Fenster, jahrelanger Baulärm, wöchentliche Anwaltsschreiben und selbst das Abholzen eines Gartens zum Repertoire der Immobilien-Zocker.

SPIEGEL-TV-Autorin Utta Seidenspinner war beim Häuserkampf dabei.

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