Die Küche ist kein Ponyhof: Kochlehrlinge unter Dampf, Teil 1

Ihre Ausbildung ist zuweilen brutal: Gewöhnlich schuften sie in aufgeheizten, oft fensterlosen Räumen, im Stehen, in stets gebückter Haltung: Köche.

Sendetermin: Montag, 07.05.2012, 23.00 - 23.30 Uhr, Sat.1

Wer Koch werden will, muss vor allem Leidenschaft mitbringen. Sonst sind die Belastungen, die bei einem Job am Herd die Regel sind, nicht auszuhalten: Die Hektik, die Anspannung, wenn das Restaurant voll ist, die unregelmäßigen Dienstzeiten, die fehlenden sozialen Kontakte. Denn oft genug müssen Köche arbeiten, wenn andere frei haben: spätabends oder am Wochenende.

Und dann der Ton in der Küche: Der ist manchmal harscher als bei der Armee - zumindest während der Lehrjahre nichts für sensible Feingeister. "Die Küche ist kein Ponyhof", bringt es eine gestandene Köchin im Münchener "Pschorr" auf den Punkt.

Kein Wunder, dass Gastronomen in der gesamten Republik über massive Schwierigkeiten klagen, Nachwuchs zu rekrutieren. Kein Wunder auch, dass die Abbrecherquote unter Lehrlingen im Gaststättengewerbe weitaus höher ist als in jedem anderen Bereich. Vor allem jene, für die Kochen bloß ein Beruf ist und keine Berufung, scheitern.

SPIEGEL-TV-Autor Ralph Quinke hat vier Kochazubis im ersten Lehrjahr begleitet - in der Sternegastronomie und in einem Münchener Brauhaus, in dem zu Stoßzeiten bis zu 1500 Teller am Tag serviert werden. Nicht alle waren dem Stress in der Küche gewachsen.

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