Die Küche ist kein Ponyhof: Kochlehrlinge unter Dampf, Teil 3

Wer sich für eine Ausbildung in der Restaurantküche entscheidet, muss oft arbeiten, wenn andere frei haben: spätabends oder am Wochenende. Ralph Quinke über Kochazubis am Scheideweg.

Sendetermin: Montag, 21.05.2012, 23.00 - 23.30 Uhr, Sat.1

Koch sein heißt, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Manch einer hält das nicht aus und zieht es vor, das Leben zu genießen, anstatt in der Küche zu schuften.

Und dann der Ton in der Küche: Der ist manchmal harscher als bei der Armee - zumindest während der Lehrjahre nichts für sensible Feingeister. "Die Küche ist kein Ponyhof", bringt es eine gestandene Köchin im Münchener "Pschorr" auf den Punkt. Kein Wunder, dass Gastronomen in der gesamten Republik über massive Schwierigkeiten klagen, Nachwuchs zu rekrutieren. Kein Wunder auch, dass die Abbrecherquote unter Lehrlingen im Gaststättengewerbe weitaus höher ist als in jedem anderen Bereich. Vor allem jene, für die Kochen bloß ein Beruf ist und keine Berufung, scheitern.

SPIEGEL-TV-Autor Ralph Quinke hat vier Kochazubis im ersten Lehrjahr begleitet - in der Sternegastronomie und in einem Münchener Brauhaus, in dem zu Stoßzeiten bis zu 1500 Teller am Tag serviert werden. Nicht alle waren dem Stress in der Küche gewachsen.

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