Tote lügen nicht: Rechtsmediziner auf Spurensuche

Wenn das Leben endet, beginnt die Arbeit der Rechtsmediziner. Etwa 900.000 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland, fünf Prozent der Verstorbenen werden seziert. 800 davon allein im Institut für Rechtsmedizin auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

Sendetermin: Montag, 18.02.2013, 23.00 - 23.30 Uhr, Sat.1
Unterricht im Sektionsraum der Berliner Charite: 500 bis 600 Leichen werden hier jedes Jahr obduziert Zur Großansicht
dapd

Unterricht im Sektionsraum der Berliner Charite: 500 bis 600 Leichen werden hier jedes Jahr obduziert

Ist die Todesursache nicht natürlich oder unklar, beginnt die Ermittlungsarbeit der Ärzte. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Obduktion, auch innere Leichenöffnung genannt. Die Gründe, eine Leiche zu obduzieren, sind vielfältig: Manchmal wollen Angehörige wissen, woran und warum ihr Verwandter verstarb. Ein andermal spielen juristisch relevante Aspekte eine Rolle. Die Frage, ob ein Mensch durch Gewalteinfluss, Selbstmord, einen Verkehrsunfall oder durch sonstige unglückliche oder kriminelle Vorkommnisse zu Tode kam, ist kriminaltechnisch zu klären und hat juristische Konsequenzen. Der Arbeitsalltag der Rechtsmediziner ist ein Blick in menschliche Abgründe. Selbstmörder, Wasserleichen, Drogentote, Mordopfer - was die Ärzte und ihre Helfer tagtäglich zu sehen bekommen, liegt jenseits der Vorstellungskraft der meisten Menschen.

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