Mittwoch, 10. Februar 2010

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Hauptsache Haare

Deutschland zwischen Wildwuchs und Intimrasur

Haare sind keineswegs nur Kopfschmuck – oft verraten sie sogar mehr über Menschen als deren Personalausweis. Und frisiert wird mittlerweile nicht nur der Kopf, vor Schere und Rasierer ist kein Körperhaar mehr sicher.

Rund 70 Prozent der Frauen in Deutschland entfernen regelmäßig unerwünschte Haare. Auch Männer rücken mehr und mehr dem Wildwuchs zu Leibe – unter den Achseln, auf der Brust und im Intimbereich. Laser-Epilation und Enthaarungen mit Wachs sind längst nicht mehr nur bei Frauen ein Standard in Sachen Körperpflege. Auch für den Intimbereich gibt es inzwischen modische Trends, auf sogenannten Waxing-Partys kann man sich dementsprechend stylen lassen.

Während die einen alles tun, um ihre Haare loszuwerden, investieren andere ähnlich viel Zeit und Geld für den Erhalt ihrer vom Ausfall bedrohten Kopfhaare oder - wenn es bereits zu spät ist – der Anschaffung möglichst echt wirkender Ersatzlösungen.

Längst sind sogenannte Extensions ein Riesengeschäft geworden, das seinen Ausgangspunkt in indischen Tempeln nimmt. Hier opfern Frauen den Göttern ihre Haare – als Exportartikel verlassen sie das Land, um schließlich einer Frau in Europa oder den USA zu einer üppigen Haarpracht zu verhelfen. Denn: Ein dichter Kopfschmuck gilt – wie ein blank rasierter Körper - als Symbol der Jugend und der Vitalität.

SPIEGEL TV Special über den Kampf gegen den Wildwuchs, Frisurentrends und das neue Leben mit neuen Haaren.

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