Neue Denkkraft dank neuer Zellen? Wissenschaftler rütteln seit kurzem an einem Dogma, das ein Jahrhundert lang als unumstößlich galt: Schon im Säuglingsalter würden Nervenzellen einfach aufhören, sich zu teilen. Das Gehirn könne sein Leistungsvermögen bestenfalls auf einem bestimmten Niveau halten – und entwickle sich im Alter meistens sogar zurück.
Doch nun tragen Neurologen, Biochemiker und Ärzte immer mehr Hinweise für einen gegenläufigen Trend zusammen: Stund um Stund kommen unter dem Schädeldach junge Nervenzellen auf die Welt. Und: Die Neubildung der Nervenzellen, wissenschaftlich Neurogenese genannt, hält bis ins Greisenalter an. Doch zu funktionstüchtigen Neuronen wachsen diese nur dann heran, wenn man ihnen etwas bietet: Lernreize und geistige Herausforderung.
Ob einem der Verstand das Leben lang erhalten bleibt, ist nicht mehr nur den Genen überlassen.
Im XXP-Studio diskutiert Corinna Lampadius (SPIEGEL TV) mit Dr. Kempermann, (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin), Dr. Siegfried Lehrl (Uni Erlangen-Nürnberg), Dr. Lindenberger, (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung) und Dr. Arne May (Neurologische Klinik Universitäts-Krankenhaus Eppendorf).
Gäste im Studio:
Dr. Kempermann, Neurologe, Arbeitsgruppe "Neuronale Stammzellen" am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin
Dr. Siegfried Lehrl, Psychologe an der Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uni Erlangen und Vorsitzender der Gesellschaft für Gedächtnistraining
Prof. Ulman Lindenberger, Entwicklungspsychologe am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin
Dr. Arne May, Neurologe am Universitäts-Krankenhaus Eppendorf
Außerdem im Studio:
Moderation: Corinna Lampadius, SPIEGEL TV
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