Wie der Kindermangel eine Gesellschaft von Egoisten schafft: Jeder für sich

Abnehmende Geburtenraten führen zur Vereinzelung der Kinder in unserer Gesellschaft. Nicht nur die finanzielle Zukunftssicherung ist davon betroffen. Bei XXP diskutieren Experten über die dramatischen Folgen der Kinderlosigkeit.

Sendetermin: Montag, 06.03.2006, 23.40 Uhr, XXP

Noch nie zuvor in der deutschen Geschichte hat sich der demografische Kegel derart verschoben: In kaum einem anderen Land in Europa werden so wenig Kinder geboren wie bei uns. Irgendwann wird es mehr Alte als Junge geben, das war noch nicht einmal in den Zeiten der Pest so und auch nicht während und nach den Weltkriegen. Auf dieser Reise in eine düstere Zukunft werden nach und nach die sozialen Netze reißen, Masche für Masche.

Jeder für sich - dieses Modell ist Leitkultur geworden. Kinder werden als Beeinträchtigung der individuellen Lebensplanung empfunden. Nur logisch, dass dabei einiges auf der Strecke bleibt, was früher ganz selbstverständlich mit zur "Entfaltung der Persönlichkeit" gehörte. Eben die Familie. Und ohne Familie verlernt die Gesellschaft auch die Liebe.

Im XXP-Studio diskutieren Corinna Lampadius, SPIEGEL TV und Nikolaus von Festenberg, DER SPIEGEL, mit Prof. Hans Bertram, Familiensoziologe, Christine Brinck, Publizistin und Prof. Meinhard Miegel, Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG).




Gäste im Studio:

Prof. Hans Bertram, HU Berlin, Familiensoziologe

Christine Brinck, Journalistin und Buchautorin

Prof. Meinhard Miegel, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) Bonn e. V.

Nikolaus von Festenberg, DER SPIEGEL

Außerdem im Studio:

Moderation: Corinna Lampadius, SPIEGEL TV

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