Vulkane Das Geheimnis der Feuerberge

Am 24. August des Jahres 79 nach Christus ereignete sich eine der schlimmsten vulkanischen Katastrophen der Geschichte. Eine ganze Stadt fiel der Naturgewalt zum Opfer: das römische Pompeji.

Sendetermin: Freitag, 28.11.2003, 22.15 - 00.20 Uhr, VOX



Entfesselte Urgewalten: Ausbruch des Vulkans Ätna (2002)
REUTERS

Entfesselte Urgewalten: Ausbruch des Vulkans Ätna (2002)

Schon Jahre zuvor hatte es in der Region immer wieder kleine und große Erdbeben gegeben - Vorboten des drohenden Untergangs. Auf den todbringenden Ausbruch an dem heißen und klaren Sommertag im August waren die Bewohner Pompejis nicht vorbereitet. Erst explodierte der Berg, eine gigantische Aschewolke verdunkelte den Himmel. Dann schoss brodelndes Magma empor, eine Glutwolke aus brennendem Geröll und Schwefelgasen ging auf die Stadt nieder, zerstörte alles Leben. Viele Menschen hatten keine Zeit mehr, sich in Sicherheit zu bringen. Sie starben während der Arbeit, beim Essen oder auf der Flucht. 18 Stunden lang dauerte die Eruption. Mehr als tausend Menschen wurden getötet, von Steinmassen erschlagen, von der Asche erstickt oder von der heißen Glut verbrannt.

Seit mehr als 50 Jahren ruht jetzt der Vesuv. Eine trügerische Stille. Vulkanologen sprechen von einer tickenden Zeitbombe. Mehr als 500 Vulkane sind weltweit noch aktiv. Die gefährlichsten von ihnen werden permanent überwacht und untersucht, jede noch so kleine Veränderung oder Aktivität aufgezeichnet. Und obwohl Wissenschaftler seit Jahrzehnten daran arbeiten, Vulkanausbrüche zeitnah vorher zu sagen, ist ihnen ein entscheidender Durchbruch dabei noch nicht gelungen.

Der SPIEGEL TV Themenabend dokumentiert die Geschehnisse in Pompeji vor 2000 Jahren und berichtet über die drohenden Gefahren zukünftiger Vulkanausbrüche.


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