---- zum Panorama 

   


Die osmanische Ratifikationsurkunde zur Schlussakte des Berliner Kongresses vom 13. 7. 1878, unterzeichnet von Sultan Abdul Hamid.
Vier Wochen berieten die führenden Staatsmänner Europas, um den russisch-türkischen Krieg so zu beenden, daß das Gleichgewicht der Großmächte nicht gefährdet wurde. Der Krieg war ausgelöst worden durch die so genannte Orientkrise 1875 - Bosnier und Herzegowiner hatten sich gegen die osmanische Herrschaft erhoben, Russland hatte eingegriffen. Der Krieg endete mit einer Niederlage des Osmanischen Reichs - dessen Regierung damals unter dem Begriff "Hohe Pforte" bekannt war. Die Schaffung eines großbulgarischen Reiches unter Herrschaft eines bulgarischen Zaren als Ergebnis des Krieges hatte nun aber Österreich-Ungarn und Großbritannien aufgebracht.
Bevor die erneute Krise eskalierte, hatte Reichskanzler Otto von Bismarck, nachdem Österreich-Ungarn einen internationalen Kongreß gefordert hatte, sich auf Betreiben Rußlands als "ehrlicher Makler" eingeschaltet und zur Schlichtungs-Konferenz in Berlin geladen. Die Ergebnisse der Beratungen: Bosnien und Herzegowina werden von Österreich-Ungarn verwaltet, Rumänien, Serbien und Montenegro werden selbständige Fürstentümer; Russland bekommt Bessarabien und Teile Armeniens; dagegen wurde kein großbulgarisches Reich ins Leben gerufen.
Die Hohe Pforte als Verlierer der kriegerischen Auseinandersetzungen unterzeichnet die Schlussakte ebenfalls.


Einigungsvertrag
Zwei-plus-Vier-Vertrag
Kongo-Vertrag
Samoa-Vertrag
Schlussakte des Berliner Kongresses
Kaiser Wilhelm II zur Tropenuniform