Frühjahrsmode für 2019 Küren Sie den schönsten Look!

Wilde Partys und spannende Mode: Nach New York, London und Mailand kommt das Fashion-Week-Karussell heute in Paris zum Stehen. Bevor es sich weiterdreht, dürfen Sie noch Ihr Lieblingsoutfit aussuchen.

Von


Für Eilige: Das Voting-Tool finden Sie am Ende des Textes.


New York: Big Party am Big Apple

In New York wurde diesmal ordentlich gefeiert. Am größten war die Polo-Party zu Ralph Laurens 50. Jubiläum. Auf der Gästeliste standen unter anderem die ehemalige Mutter der Nation und Fast-Präsidentin Hillary Clinton, die Fernsehmutter der Nation Oprah Winfrey, und Twitter-Gott Kanye West. Ach ja, die Mode: 111 Stücke in Samt, Tweed und Leder, dazu viele Karos.

70 Jahre zeigte der Longchamp-Firmenkalender für 2018 an. Die Feier fand naturellement in Paris statt, wie es sich für Franzosen gehört. Die Kollektion wurde aber ausnahmsweise in New York gezeigt: ein lederner Hippie-Reigen mit Fransen, kurzen Röcken und bunten Mustern. Für Escada war der Big Apple ebenfalls neu. Ausgestattet mit Geld der neuen Eignerin, Meghan Mittal, und einem neuen Designer, Niall Sloan, ließ man sich zum 40. hier erstmals sehen. Gezeigt wurde das Beste aus dem Archiv: Kostüme mit breiten Schultern und bunte Stoffe.

London: Beckham's coming home

Aus demselben Grund aber in umgekehrter Richtung war Victoria Beckham unterwegs. Ihren zehnten Designerinnen-Geburtstag wollte sie lieber daheim in London feiern als in New York, wo sie sonst immer zeigt. Ganz vorne mit dabei: Modelmann David und der nicht weniger schöne Nachwuchs. Die Kollektion soll zwar keine Retrospektive sein, beinhaltet aber doch viele Beckhamsche Bestseller: maskuline Schnitte, gebrochen durch feine Trägertops, minimalistische Kleider, weite Hosen. Neu sind die engen Hosen mit Schlitz am vorderen Hosensaum.

Fotostrecke

18  Bilder
Fotostrecke: Very British!

Der zweite wichtige Termin in London war das Debüt von Riccardo Tisci für Burberry. Zuletzt hatte die Marke eher mit Müllverbrennungsaktionen Aufsehen erregt. Höchste Zeit also, eine neue Seite aufzuschlagen. Vieles an der Premiere war dann auch ungewohnt. Zum Beispiel das Setting: kein Glitzer, kein Prunk, kein Champagner. Modisch besinnt sich der Neue auf die Wurzeln. Tisci will auf dem Ruf der Marke aufbauen, nicht sie komplett neu denken. Streetstyles nehmen nicht mehr so viel Raum ein wie zuletzt unter Christopher Bailey.

Fotostrecke

21  Bilder
Burberry Ready-to-wear Frühjahr 2019: Für jeden etwas

Mailand: Transparenzoffensive in der Lombardei

Mailand musste diese Saison einige prominente Ausfälle verkraften. Bottega Veneta verzichtete nach einem Designerwechsel auf eine Show. Gucci auch (dazu gleich mehr). Philipp Pleins Umzug von New York nach Mailand hätte also Grund zur Freude sein können. Allerdings fand der Designer es irgendwie Ordnung, in Zeiten von #MeToo einen Frauenschläger (Chris Brown) und einen des Kindesmissbrauchs überführten Rapper (6ix9ine) auf die Bühne zu stellen.

Fotostrecke

15  Bilder
Milano Donna Moda: Die Highlights von Tag eins

Harmloser - und sehr viel interessanter - war die Moschino-Show. Jeremy Scott erweckte wie Disneys "Zauberlehrling" das Inventar seines Ateliers zum Leben: Kleider und Kostüme, wie direkt aus dem Skizzenbuch auf den Laufsteg gesprungen. Zauberhaft! Miuccia Pradas Kollektion für das Frühjahr soll klassische Kleidungsstile aufmischen. Aus Satin, Chiffon und Baumwolle schneidert Prada kurze Kleider, Wickelröcke und Caprihosen. Weil das alleine einfach nur piefig wäre, wird hier und da mit Nieten verziert. Für die Füße gibt es eine Neuauflage der Römersandale - aus Neopren.

Fotostrecke

20  Bilder
Mailänder Fashion Week: Armani, Fendi, Prada, Moschino

Ein Hauch Paris war auch in Mailand, und zwar in Gestalt von Karl Lagerfeld. Der nimmermüde 85-Jährige ist hier für Fendi am Start. Also viel Leder und - entgegen einem branchenweiten Trend - immer noch Pelz. Als neues Material brachte Lagerfeld das durchsichtige Vinyl mit, mit dem er schon bei Chanel tolle Sachen gemacht hatte.

Paris: Abreißen, um Aufzubauen

Wenn ein Star-Designer aus Paris in Mailand weilt, dann ist es nur fair, wenn einer aus Italien nach Frankreich kommt. Das war in dem Fall Alessandro Michele, der es nun seit einigen Saisons schafft, die Modewelt mit fast hässlichen Entwürfen zu verzaubern. Im legendären Le Palace zeigte Michele schöne Nerds in Rüschen, Glitzer, Fransen und Doppel-G-Monogrammen. Die Gucci-Stippvisite kam gut an - außer bei der Konkurrenz.

Fotostrecke

20  Bilder
Fotostrecke: Schwarzer Frühling in Paris

Gemischte Gefühle löste auch Hedi Slimanes Celine-Debüt aus. Der Designer soll für das Label wiederholen, was er zunächst bei Dior Homme und danach bei Saint Laurent geschafft hatte: Rekordumsätze. Leider fällt ihm dafür nicht mehr ein als das, was er schon immer im Programm hatte: ultraschlanke Silhouetten und knapp unter dem Po endende Röcke. Dabei wurde Celine bisher von seinen Kundinnen genau dafür geliebt, all das nicht zu sein. Damit ist nun Schluss. Von der Handschrift seiner Vorgängerin Phoebe Philo - die dem Label tatsächlich so etwas wie eine eigene Ästhetik gegeben hatte - ist so wenig übrig, dass man die Marke auch gleich umbenennen könnte in Hedi Slimane.

Am letzten Tag der Pariser Modewoche schickten dann Karl Lagerfeld und sein Team bunte Bouclé-Jacken und sommerlich-maritime Looks über den eigens aufgeschütteten Laufstrand. Immerhin bei Chanel bleibt man sich treu.

Nun sind Sie an der Reihe. Welcher Look ist Ihr Favorit? Sie sehen zwei Fotos im Vergleich. Klicken Sie auf das Outfit, das Ihnen besser gefällt. Das andere verschwindet, ein neues erscheint - wieder können Sie das Ihrer Meinung nach schönere Outfit anklicken. Am Ende bleibt der Siegerlook übrig.



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.