Mailänder Modewoche Guccis Neuer mag's androgyn

Designer Alessandro Michele hat auf der Mailänder Fashion Week seine erste Damenkollektion für Gucci präsentiert. Zu sehen gab es maskuline Frauen, feminine Männer - und puschelige Hobbit-Schuhe.

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Mailand - Nach New York und London ist jetzt Mailand an der Reihe: Dort werden noch bis zum kommenden Montag die neuesten Entwürfe der Designer präsentiert, es geht um die Herbst- und Winterkollektionen 2015. Rund 70 Shows wird es geben - und einer der Höhepunkte fand bereits am ersten Tag der Modewoche statt.

Alessandro Michele, 42, zeigte seine erste Damenkollektion als neuer Kreativchef des italienischen Luxuslabels Gucci. Bei zahlreichen Outfits war kaum zu unterscheiden, ob sie für Frauen oder für Männer entworfen wurden: Die Herren schickte Michele in bunten Anzügen mit Blumenprints und kurzen Ärmeln über den Laufsteg. Sie trugen ebenso wie die Damen Blusen und Jacketts mit Schleifen um den Hals gebunden. Eine Auswahl der besten Entwürfe sehen Sie in dieser Fotostrecke.

Michele ist der Nachfolger von Kreativchefin Frida Giannini, er hat den Posten erst vor rund einem Monat übernommen. Zuvor arbeitete er zwölf Jahre in der Accessoires-Abteilung der Firma.

Neben Gucci wurde am ersten Tag der Mailänder Fashion Week auch die Kollektion von Stella Jean gezeigt. Sie gilt als Nachwuchsstar unter den Designern, und ihre Entwürfe waren vor allem eins: knallbunt. Farben und Stoffe schienen teils nicht recht zusammenzupassen. Zahlreiche Mäntel und Röcke waren im XXL-Look gehalten - ein Trend, der schon seit Monaten vorherrscht und offenbar so schnell nicht verschwinden wird.

In den kommenden Tagen werden in Mailand unter anderem noch die Entwürfe von Prada, Versace und Giorgio Armani zu sehen sein.

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hgri 26.02.2015
1. Passt nicht!
Weder handelt es sich um Alltags-Garderobe noch um Alltags- bzw. Durschnitts-Menschen, die diese vorführen. Natürlich ist beides nicht gewollt. Würden "Normalos" mit Gucci-Klamotten posieren könnte man einen halbwegs objektiven Eindruck gewinnen, inwieweit diese Mode im übertragenen oder Wortsinn überhaupt tragbar ist. Das ist natürlich ebensowenig gewollt. Gewollt ist ein abgehobenes, realitätsfernes Spektakel und daher für Durchschnittsmenschen nahezu uninteressant.
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