Urteil des Guide Michelin Deutsche Küche wird immer besser

Kartoffelsalat und Würstchen? Eisbein? Leberkäse? Gibt es alles. Aber auch noch viel mehr. Die deutsche Küche hat rasant aufgeholt, sagt einer, der es wissen muss: der Chefredakteur des Restaurantführers Guide Michelin im SPIEGEL.

Essen nach Sternen: Vorbereitung der Feier zur Veröffentlichung des Guide Michelin 2015 in Berlin
AFP

Essen nach Sternen: Vorbereitung der Feier zur Veröffentlichung des Guide Michelin 2015 in Berlin


Der Chefredakteur des Guide Michelin, Ralf Flinkenflügel, erkennt eine "bemerkenswerte Entwicklung" der deutschen Gastronomie in den vergangenen Jahren.

Der Restaurantführer hatte in der vorigen Woche wieder Sterne verliehen; insgesamt 282 Sternerestaurants gibt es nun in Deutschland, so viele wie noch nie. Die Urteile beruhen auf den Eindrücken von zwölf Küchentestern, elf Männern und einer Frau. (Das vollständige Interview lesen Sie hier im aktuellen SPIEGEL.)

"Die Inspektoren sind 29 bis 49 Jahre alt, einer war Sternekoch", sagt Flinkenflügel. Jeder von ihnen gehe Jahr für Jahr 200 bis 250 mal dienstlich essen, "da gewinnt man Urteilssicherheit", sagt Flinkenflügel. Übergewicht hätten seine Inspektoren nicht: Nur einer sei etwas stärker, sagt der Chefredakteur.

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insgesamt 25 Beiträge
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kraichgau12 09.11.2014
1. Und wieviele..
von diesen 282 Restaurants arbeiten wirtschaftlich profitabel? oder hängen die meisten nicht entweder an Hotels oder zumindest an Nebenrestaurants,die das eigentliche Geld einbringen? Warenkosten von bis zu 80% kann sich nicht jeder auf Dauer leisten
StFreitag 09.11.2014
2. Wenn jemand
etwas Gutes in Deutschland kocht, dann ist das noch lange nicht "deutsche Küche". Und im Sternerestaurant hat das beste Gericht die wenigsten Chancen, mal zur "deutschen Küche" zu gehören.
TS_Alien 09.11.2014
3.
Gut essen kann man in vielen Restaurants. Die brauchen gar keine Sterne und würden nie welche erhalten. Obwohl sie viele Essen bieten, die man gar nicht besser zubereiten kann. Aber für ein Wiener Schnitzel, eine Paella, ein Curryhuhn, ein Bifteki, ein Gyros, eine Pizza, ein Chevapcici oder einen Döner gibt es keine Sterne.
brooklyner 09.11.2014
4.
Unfreiwillig kam ich diesen Sommer in den Genuss einer Zeitreise in die kulinarisch schlimme Zeit Anfang der Achziger (West), als ich auf Rügen und später in anderen Teilen Mecklenburgs nach einem Restaurant suchte, das Essbares serviert und nicht Buttergemüse mit paniertem Fleisch und irgendwelche ekligen sauren Dinge aus dem Einweckglas als das höchste der Gefühle ansieht. Unfassbarerweise gab es dann einen Silberstreif am Horizont und zwar im Restaurant des ungeliebten Wetten Dass..? Gastgebers Lippert. Da war das Essen und vor allem auch der Wein wirklich gut (lieblich gab es zum Glück nicht Mal auf der Karte und Plörre wie Rotkäppchen auch nicht), das Restaurant war aber recht leer, obwohl nebenan die merkwürdigen Störtebeker Festspiele stattfinden. Bass erstaunt war ich, als ich dann aber Menschenmengen um ein paar Frittenbuden nebenan sah, man scheint diesen Frass einfach vorzuziehen. Auch eine Möglichkeit, unter sich zu bleiben. Plakate mit Sätzen wie „endlich mal richtig sattessen” gaben mir zu verstehen, dass es dort noch sehr lange dauern wird, bis man gutes Essen zu schätzen weiss. Aber andernorts in Deutschland hat sich kulinarisch wirklich sehr, sehr viel getan.
phthalo 09.11.2014
5. Wieder einmal ...
.... typisch Deutsch. Leider! Da kommt eine positive Nachricht und die ersten drei Kommentare äußern sich darüber negativ. Manohman .....
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