Mode-Highlights 2016 Wer sah am besten aus?

Elegante Roben, Ganzkörperglitzer, Stilbrüche: 2016 gab es Tausende Laufstegmeter und etliche rote Teppiche zum Flanieren und Blamieren. Wir würdigen noch mal die schönsten Auftritte - den Sieger küren Sie!

Model Toni Garrn bei den Filmfestspielen von Cannes
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Model Toni Garrn bei den Filmfestspielen von Cannes


Modisch gesehen war 2016 ein Reminiszenz-Jahr. Die Retrowelle ist in den Achtzigern angekommen, mit Oversizejackets im Metallic-Look, Schulterpolstern und allem was dazugehört. Ansonsten gab es viel Gestreiftes, Geblümtes, hier und da Neonfarben sowie politische Slogans, Aufnäher und Stickereien. Außerdem sind überlange, überkandidelte Ärmel wieder da. Sie waren unter anderem auf der Berliner Fashion Week zu sehen und werden jetzt als "Statement Sleeves" vermarktet.

Dass weniger nicht nur manchmal, sondern meistens mehr ist, zeigte sich auf der Mailänder Modewoche bei Armani. Der Altmeister bewies: Blau und Schwarz gehen auch im Frühjahr. Bei Moschino setzte man lieber auf Kleider in Papierpuppen-Optik, was das Publikum aber eher verwirrte. Und sonst? Italo-Nostalgie und knallbunte Prints. Zum letzten Mal in Mailand dabei war Philipp Plein. Der Designer kehrt Italien den Rücken und wird seine Mode in der nächsten Saison bei der Fashion Week in New York vorführen.

Neben Tausenden von Laufstegmetern gab es natürlich auch 2016 wieder viele rote Teppiche zum Sehen und Gesehen werden. Den Anfang machten im Februar die Grammys in Los Angeles. Den größten Auftritt legte Lady Gaga hin. Im Ziggy-Stardust-Look erwies sie ihrem wenige Wochen zuvor verstorbenen Idol David Bowie die Ehre. Das kann sicher nicht jede tragen, aber hier passte einfach alles: Haare, Make-up, Outfit.

Bei den Oscars glänzte die Gaga erneut. Statt wie die meisten weiblichen Gäste in einem zeitlosen, aber auch ein bisschen langweiligem Kleid zu erscheinen, trug der Popstar einen weißen Hosenanzug von Brandon Maxwell zur Preisverleihung. Kein klassisches Oscar-Outfit, weder skandaltauglich noch langweilig. Trumpf. Weniger glücklich war die Kleiderwahl von Heidi Klum. In ihrer pastellfarbenen Marchesa-Robe sah sie aus, als hätte sie sich in einer Gardine verfangen und wäre dann in ein Blumenbeet gestolpert.

Extrem hochgeschlitzt und tief dekolletiert

In Sachen Modeschlagzeilen noch wichtiger als die Academy Awards ist die Met-Gala in New York. Anna Wintour lud in diesem Jahr unter dem Motto "Mode im Zeitalter der Technologie" zur großen Spendensause ins Metropolitan Museum of Art. Der Dresscode bestand also größtenteils aus Metallictönen und Gadgets. Ein besonderer Blickfang war das tschechische Supermodel Karolina Kurkova in ihrem Kleid von Marchesa und IBM, das dank LED-Leuchten die Farben wechselte.

Die Filmfestspiele in Cannes sind nicht ganz so pompös wie die Oscars. Dafür bieten die elf Festivaltage gleich mehrere Gelegenheiten, es auf die Liste der Bestangezogenen zu schaffen. Bella Hadid genügte in diesem Jahr ein einzelner Auftritt in einem extrem hochgeschlitzten und tief dekolletierten Kleid.

Einträge für die Worst-Dressed-Listen fanden sich 2016 vor allem bei den MTV Video Music Awards. Besonders schrill fielen die Outfits von Farrah Abraham und Baddie Winkle aus. Die Reality-TV-Bekanntheit hatte sich mitsamt rotem Cape als Superheldin verkleidet. Und die 88-jährige US-Bloggerin Winkle kam im hautfarbenen Ganzkörperanzug und mit Glitzergehstock. Das ist sicher Geschmackssache, darum entscheiden Sie selbst:

Aus allen Mode-Votings, die es 2016 bei SPIEGEL ONLINE gab, haben wir jeweils die beiden am besten bewerteten Outfits herausgesucht. Sie sehen immer zwei Fotos im Vergleich. Klicken Sie auf das Outfit, das Ihnen besser gefällt. Das andere verschwindet, ein neues erscheint - am Ende bleibt Ihr Look des Jahres 2016 übrig.

löw

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