"Grausame Praktiken" H&M, Zara und Gap verzichten auf Mohair

Internationale Modeketten wollen künftig auf Mohair verzichten. Sie reagieren damit nach eigenen Angaben auf ein Video der Tierschutzorganisation Peta, das die Misshandlung von Angoraziegen zeigt.

Angoraziegen
Shutterstock / ebubekir olcok

Angoraziegen


Die Textilgruppen H&M, Gap, Arcadia (Topshop, Miss Selfridge) und Inditex (Zara, Pull&Bear und Massimo Dutti) erklärten auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, sie würden ab 2020 kein Mohair mehr in ihren Kleidern und Stoffen einsetzen. Sie reagieren damit nach eigenen Angaben auf ein Video der Tierschutzorganisation Peta, das die Misshandlung von Angoraziegen auf Mohair-Farmen in Südafrika zeigt.

Das spanische Unternehmen Inditex verurteilte "die grausamen Praktiken auf südafrikanischen Mohair-Farmen, die von Peta ans Licht gebracht wurden". Das nach Angaben der Tierschützer bei zwölf Wollproduzenten entstandene Video zeigt, wie die Angoraziegen an Hörnern und Hufen zur Schur geschleift, am Schwanz hochgezogen und dann auf den Boden geworfen werden.

Der US-Kleiderhersteller Gap betonte, er nehme "die Frage des Tierwohls sehr ernst". Die britische Arcadia-Gruppe äußerte sich besorgt über das Video von Peta. Ein Sprecher des schwedischen Textilkonzerns H&M begründete den Mohair-Verzicht mit den mangelnden Kontrollstandards für die besonders feine und leichte Angorawolle.

H&M und Inditex verwenden nach eigenen Angaben nur geringe Mengen von Mohair, die beiden anderen Gruppen machten dazu keine Angaben.

löw / AFP



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